Museum am Schloss
Highlights
- Das Museum am Schloss zeigt die lokale Kriegsgeschichte Raesfelds 1939–1945 mit einzigartigen Zeitzeugnissen aus dem Heimatverein.
- Barrierefrei zugänglich mit rollstuhlgerechtem Zugang, Parkplatz, WC und Induktionshörgerät für alle Besucher.
- Ein Rundgang verknüpft jüdische Geschichte Raesfelds mit historischen Orten auf einem Spaziergang durch das Dorf.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen eine ungehinderte Erschließung der Ausstellung.
- Die bereitgestellte induktive Höranlage unterstützt Hörgeschädigte bei der Wahrnehmung von Audioguides oder Führungen.
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz vor dem Museum erleichtert die Anreise für Gäste mit eingeschränkter Mobilität.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Museum Museum am Schloss Raesfeld-Freiheit
Das Museum am Schloss in Raesfeld-Freiheit bietet einen tiefen Einblick in die lokale Geschichte und prägt mit seiner Ausstellung „Raesfeld 1939–1945“ ein einzigartiges Bild der Kriegszeit aus regionaler Perspektive. Basierend auf der jahrzehntelangen Sammlung des Heimatvereins zeigt die Dauerausstellung, wie das Leben der Dorfbevölkerung von den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs geprägt wurde. Besonders hervorgehoben werden dabei die Schicksale der Gefallenen beider Weltkriege sowie die Spuren jüdischen Lebens in Raesfeld, die auf einem thematischen Rundgang nachvollziehbar gemacht werden.
Ein zentraler Bestandteil der Ausstellung ist die Darstellung der historischen Schulgeschichte, die bis ins Jahr 1661 zurückreicht. Damals unterrichtete der Küster Heinrich Wewerinck die Kinder in Freiheit – noch ohne eigenes Schulgebäude. Diese frühe Bildungseinrichtung diente nicht nur den Kindern aus Freiheit, sondern auch denen aus den umliegenden Ortschaften wie Brink und Löchte, deren Schulweg oft weit war. Später prägten Familien wie die Spangemachers über Generationen das Bildungswesen: Von Johannes Spangemacher, der 1663 aus Borken nach Raesfeld zog, bis zu seinen Nachfahren, die als Lehrer, Küster oder Steuereinnehmer tätig waren.
Das Museum ist barrierefrei gestaltet und bietet Rollstuhlgerechtigkeit für Eingänge, Sitzgelegenheiten, Parkplätze und Toiletten – ergänzt durch eine induktive Höranlage für bessere Zugänglichkeit. Die Ausstellung war ursprünglich im früheren Heimatmuseum der Sebastianschule beheimatet, das von 1989 bis 2021 eine Fundsammlung von der Jungsteinzeit bis zum barocken Schloss präsentierte. Nach einer Umstrukturierung der Gemeinde wurde die Sammlung 2021 abgebaut und für eine mögliche spätere Wiederverwendung gelagert. Der Heimatverein arbeitet weiterhin an der Aufarbeitung der historischen Bestände, darunter geplante Wanderausstellungen wie eine geplante „Wanderwoche in der Eifel“ ab 2026.
Das Museum am Schloss verbindet lokale Identität mit zeitgeschichtlicher Aufarbeitung und richtet sich an Geschichtsinteressierte aller Altersgruppen. Besonders Schulen nutzen die Ausstellung als Ergänzung zum Unterricht, etwa durch geführte Rundgänge oder eine interaktive Museumsrallye. Damit bleibt das Museum ein lebendiger Ort der Erinnerung und des Lernens – direkt am historischen Ort der Freiheit, wo Geschichte greifbar wird.