Denkmal/Gedenkstätte

Schloss Raitenbuch

Hauptstraße 8, 91790 Raitenbuch

Highlights

  • Schloss Raitenbuch ist ein bayerisches Baudenkmal aus dem 15. Jahrhundert mit erhaltenen Burggrabenresten.
  • Das zweigeschossige Schloss befindet sich auf einem Hang westlich des Ortskerns von Raitenbuch.
  • Erstmals erwähnt 1414, diente es später als Rentamt und zeigt ein Wappen aus dem Jahr 1769.

Tipps

  • Das Schloss Raitenbuch liegt westlich des Ortskerns auf einem Hügel und ist über die Hauptstraße erreichbar.
  • Erhaltene Burggraben und Mauerreste aus dem 15. Jahrhundert laden zur Besichtigung ein.
  • Das Gelände eignet sich für Spaziergänge und historisches Interesse im Freien.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Schloss Raitenbuch

Das Schloss Raitenbuch liegt am westlichen Ortsrand der Gemeinde Raitenbuch im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in Bayern. Auf einer Höhe von 561 Metern über Normalhöhennull thront der zweigeschossige Bau mit seinen unregelmäßigen Sattel- und Halbwalmdächern sowie einem kurzen Querflügel über dem Ort. Die Anlage ist mit der Denkmalnummer D-5-77-163-1 als Baudenkmal in der Bayerischen Denkmalliste erfasst. Hinzu kommen erhaltene Reste der mittelalterlichen Burganlage, die als Bodendenkmal unter der Nummer D-5-7032-0105 ausgewiesen sind.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Schloss im Jahr 1414, als Ulrich Rieder das Anwesen erwarb. Etwa ein halbes Jahrhundert später, im 15. Jahrhundert, erfolgte ein bedeutender Umbau, zu dem auch Teile der Burggrabenbefestigung und die Schlossmauer mit einem Torbau gehören. Diese Elemente zeugen noch heute von der ursprünglichen Funktion des Schlosses als befestigte Wohn- und Verwaltungsanlage. Ein weiteres Zeugnis der baugeschichtlichen Entwicklung ist ein Wappen am Gebäude, das das Jahr 1769 angibt.

Eine ehemalige Weiheranlage, die zum Schloss gehörte, ist heute weitgehend verschwunden. Lediglich ein trockengelegter Graben erinnert noch an die einstige Wasserfläche. Nach dem Jahr 1806 wurde das Schloss nicht mehr als Wohnsitz genutzt, sondern diente als Rentamt. Diese Nutzung verdeutlicht den Wandel des Gebäudes von einem adeligen Wohnsitz hin zu einer staatlichen Verwaltungseinrichtung im Zuge der napoleonischen Umbrüche in Süddeutschland.

Das Schloss Raitenbuch ist ein Beispiel für die spätmittelalterliche Burgenarchitektur in der Region Weißenburg-Gunzenhausen. Die Erhaltung einzelner befestigter Strukturen sowie das charakteristische Speichergeschoss unterstreichen den historischen Wert des Bauwerks. Die Lage auf einem leichten Höhenrücken verleiht dem Schloss eine landschaftliche Dominanz, die auch heute noch die Aufmerksamkeit der Besucherinnen und Besucher auf sich zieht.

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