Kirche/Kloster

St. Vitus

Kirchgasse 13, 97729 Ramsthal

Highlights

  • Die Pfarrkirche St. Vitus in Ramsthal ist eine romanische Kirche mit einem Turm aus dem 12./13. Jahrhundert.
  • Der Kirchturm wurde 1600 unter Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn erhöht und ist ein Baudenkmal.
  • Nach einem Brand 1679 wurde die Kirche 1778 wiederaufgebaut und 1959 durch einen Neubau ersetzt.

Tipps

  • Die Kirche St. Vitus in Ramsthal ist eine romanische Dorfkirche mit wehrkirchenartigem Turm und gehört zu den Baudenkmälern der Region.
  • Der Kirchturm blieb 1679 als einziger Teil der Kirche nach einem Brand erhalten und prägt heute das Ortsbild.
  • Die heutige Kirchenform entstand 1959/60 nach Plänen einer neuen Sakralbaukunst, die den Gottesdienstbedürfnissen der Gemeinde entsprach.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Vitus

Die Pfarrkirche St. Vitus ist die Dorfkirche von Ramsthal, einem Markt im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen in Bayern. Sie gehört zur Pfarreiengemeinschaft „Saalethal“ und zählt als römisch-katholische Kirche zu den sakralen Kulturdenkmälern der Region. Der Kirchturm ist als Baudenkmal registriert und trägt die Nummer D-6-72-142-1 in der Bayerischen Denkmalliste. Ramsthal war bis ins späte 17. Jahrhundert eine Filiale von Sulzthal, bevor es zu einer eigenständigen Pfarrei wurde. Die erste urkundliche Er Erwähnung der Kirche erfolgte im 15. Jahrhundert. Um den Kirchturm entwickelten sich einst Wehranlagen, wodurch die Kirche zeitweise auch als Wehrkirche fungierte. In späteren Jahrhunderten diente das Kirchengebäude auch als Lagerstätte für Hausrat und Feldfrüchte, bis zur Abschaffung dieser Nutzung.

Der heutige Kirchbau geht auf mehrere Bauphasen zurück. Der romanische Kirchturm wurde im 12. oder 13. Jahrhundert errichtet, sein Unterbau stammt sogar aus der Zeit zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert. Im frühen 17. Jahrhundert wurde der Turm unter dem Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn erhöht und erhielt sein charakteristisches spitzes Helmgeschoss. Kurz darauf, im Jahr darauf, wurde mit dem Bau eines Langhauses begonnen, das der Kirche ihre heutige Form gab. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1679, bei dem fast das gesamte Gebäude zerstört wurde, blieb lediglich der Turm erhalten. Ein Neubau erfolgte erst knapp ein Jahrhundert später. Im 20. Jahrhundert wurde 1959 ein weiterer Kirchenneubau vollendet, der bereits wenige Monate später geweiht wurde.

Die heutige Ausrichtung der Kirche erfolgt nach Osten, ohne einen abgetrennten Chorraum. Das Innere zeigt das asymmetrische Satteldach, das sichtbar in den Innenräumen bleibt. An der Südseite des Gebäudes befinden sich schmale rechteckige Fenster, während die Westfassade durch eine große Rosette geprägt ist. Vor der östlichen Wand ist eine hölzerne Kreuzigungsgruppe angebracht. Das Altarbild zeigt das letzte Abendmahl, während auf einem Podest eine Figur des Kirchenpatrons Vitus aufgestellt ist. 1997 wurde eine neue Orgel mit 25 Registern eingebaut, die von der Firma Norbert Krieger aus Retzbach stammt. Im Jahr 2009 wurde die Kirche im Zuge einer Renovierung zu einer sogenannten Wegekirche umgestaltet.

Die Glocken der Kirche spiegeln die wechselvolle Geschichte der Gemeinde wider. Eine große Glocke wurde bereits 1841 geweiht und war vermutlich die größte ihrer Zeit. Eine noch ältere Glocke aus dem frühen 18. Jahrhundert hängt ebenfalls im Turm. Im Ersten Weltkrieg wurden mehrere Glocken eingeschmolzen, und auch im Zweiten Weltkrieg kam es zu weiteren Verlusten. In den Jahren danach erfolgten Ersatzguss und Neubeschaffung durch verschiedene Glockengießereien. Die Kirche verfügt heute über ein vielschichtiges Klangerbe, das sowohl historische als auch moderne Elemente vereint.

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