Denkmal/Gedenkstätte

Großsteingrab Suckow 1

17406 Morgenitz

Highlights

  • Das Großsteingrab Suckow 1 ist eine jungsteinzeitliche Megalithanlage der Trichterbecherkultur auf Usedom.
  • Heute ist nur noch ein Erdhügel mit wenigen Steinen erhalten, möglicherweise identisch mit der 1831 beschriebenen Anlage.
  • Die Suckower Eiche wächst direkt auf dem Hügel, obwohl sie in Streckers Bericht nicht erwähnt wird.

Tipps

  • Das Großsteingrab Suckow 1 ist ca. 150 m nördlich des Ortskerns von Suckow zu finden, gut zu erkennen durch den nahen Erdhügel und wenige größere Steine.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders im Sommer, wenn die Umgebung grün und der Naturdenkmal-Baum Suckower Eiche im vollen Laub steht.
  • Der Ort ist ruhig und eignet sich für einen besinnlichen Spaziergang – angemessener Abstand zum Baum ist jedoch zu halten, da er umzäunt ist.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Großsteingrab Suckow 1

Das Großsteingrab Suckow 1 zählt zu den bedeutenden archäologischen Zeugnissen der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur in Mecklenburg-Vorpommern. Es liegt im Ortsteil Morgenitz, nördlich von Suckow, direkt auf der Insel Usedom im Kreis Vorpommern-Greifswald. Ursprünglich gab es hier vermutlich zwei megalithische Grabanlagen, von denen heute nur noch eine erhalten ist. Die erste urkundliche Erwähnung der Anlage stammt aus dem Jahr 1831 durch den Prediger Strecker, der die Existenz zweier Großsteingräber nördlich von Suckow beschrieb. Die Fundamente des ersten Grabes sollen eine ovale steinerne Umfassung und eine nord-südlich orientierte Grabkammer aufweisen. Heute zeigt sich an der Stelle lediglich ein Erdhügel mit wenigen sichtbaren Steinresten, der dennoch als archäologisch bedeutend gilt.

Die archäologische Relevanz des Ortes wird durch die Forschungen von Ewald Schuldt untermauert, der die erhaltene Anlage eindeutig mit der von Strecker beschriebenen identifizierte. Besonders bemerkenswert ist die Lage des Grabhügels, der direkt von der sogenannten Suckower Eiche überragt wird – einem markanten Naturdenkmal, das mindestens mehrere hundert Jahre alt ist. Die Eiche wächst unmittelbar auf dem Hügel und prägt das Bild des Ortes entscheidend. Aufgrund von Pilzbefall und struktureller Instabilität besteht seit den späten 1990er Jahren eine erhebliche Bruchgefahr, weshalb der Baum umzäunt ist und ein Mindestabstand eingehalten werden soll. Dennoch zieht der friedliche Ort Besucher an, die die Atmosphäre und die Verbindung von Natur und Geschichte schätzen.

Das zweite Großsteingrab von Suckow wurde bereits im 19. Jahrhundert zerstört, nicht ohne zuvor archäologisch untersucht worden zu sein. Bei den Ausgrabungen fanden Forscher Keramikscherben, Feuersteinwerkzeuge sowie Knochenreste, die auf Bestattungen im Grab hinweisen. Diese Funde belegen die Nutzung der Anlage durch die Trichterbecherkultur und geben Aufschluss über die damaligen Bestattungsbräuche und Lebensweisen. Die archäologischen Befunde deuten auf eine zeitgleiche Entstehung beider Gräber hin, die als Zeugnisse einer frühen Kulturlandschaft im nördlichen Teil der Insel Usedom gelten. Heute bleibt Suckow 1 als einzige erhaltene Anlage ein stilles, aber eindrucksvolles Zeugnis vergangener Epochen.

Der Standort inmitten einer von Wald und Wiesen geprägten Landschaft macht das Großsteingrab Suckow 1 zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Kultur- und Naturinteressierte. Die ruhige Lage nördlich von Suckow lädt zum Verweilen und Nachdenken ein. Besonders im Sommer, wenn die Umgebung in üppiges Grün getaucht ist, offenbart sich die Schönheit des Ortes in voller Pracht. Obwohl keine spektakulären Effekte oder modernen Einrichtungen den Besuch bestimmen, vermittelt der Ort eine tiefe Verbundenheit mit der Vergangenheit und der Natur – fernab vom Trubel moderner Sehenswürdigkeiten.

Bewertungen

4,3 (13) 4.3 aus 13 Bewertungen (Google)

Auf Google

4,3 (13) 4.3 · 13 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…