Denkmal/Gedenkstätte

Zur Visbeker Braut

Aumühle 80, 27793 Wildeshausen

Highlights

  • Die Visbeker Braut ist ein Großsteingrab der Nordischen Megalitharchitektur bei Wildeshausen.
  • Es liegt südwestlich der Autobahnanschlussstelle Wildeshausen-West im Waldgebiet Steinhorst.
  • Das Grab gehört zur Straße der Megalithkultur und trägt die Sprockhoff-Nummer 952.

Tipps

  • Das Großsteingrab ist mit dem Fahrrad besser zu erreichen, da nur wenige Parkplätze vorhanden sind.
  • Die Steinreihen sind heute offen und bilden einen beeindruckenden Gang, der begehbar ist.
  • Lärmbelästigung durch die nahegelegene Autobahn kann die Atmosphäre beeinträchtigen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Zur Visbeker Braut

Die Visbeker Braut ist ein Großsteingrab im niedersächsischen Wildeshausen, gelegen im Landkreis Oldenburg. Es zählt zu den bedeutenden archäologischen Denkmälern der Megalithkultur und ist Teil der sogenannten Straße der Megalithkultur. Das Hünengrab befindet sich in einer Waldlichtung im Gebiet Steinhorst, westlich des Stadtkerns von Wildeshausen und südlich der Autobahn A 1 sowie der Bundesstraße B 213. Es ist über die Sprockhoff-Nummer 952 in der wissenschaftlichen Literatur verzeichnet.

Das Bauwerk gehört zur Nordischen Megalitharchitektur und besteht aus einer zugangslosen Kammer, die von zehn Trag- und vier Decksteinen gebildet wird. Die Kammer misst etwa 5,5 Meter Länge und 1,5 Meter Breite. Umgeben wird sie von einem ehemals erdfüllten Hünenbett, das von insgesamt 105 Randsteinen begrenzt war. Heute stehen die verbliebenen Steine sichtbar in zwei Reihen wie Zähne auf einer Lichtung. Insgesamt sind noch 80 der ursprünglich 105 Steine erhalten, wobei 47 auf der einen Langseite und 33 auf der gegenüberliegenden Seite verblieben sind. Die Südwest-Kurzseite wird von zwei über 2,5 Meter hohen Randsteinen markiert, während die Nordostseite heute lückenhaft ist.

Etwa vier Kilometer westsüdwestlich der Visbeker Braut befindet sich ein weiteres Großsteingrab, das als Visbeker Bräutigam bekannt ist. Beide Denkmäler stehen im Zusammenhang einer regionalen Sage, die in der Ahlhorner Heide zwischen Visbek und Wildeshausen angesiedelt ist. Die Sage verbindet die beiden Steingräber mit einer mythischen Liebesgeschichte und unterstreicht die kulturelle Bedeutung der Megalithbauten in der Region.

Die heutige Erscheinung des Denkmals unterscheidet sich deutlich von seinem ursprünglichen Zustand. Während es einst vollständig mit Erde bedeckt war und die Steinreihen lediglich als Begrenzung dienten, ist es heute weitgehend freigelegt. Besucher*innen können zwischen den Steinreihen hindurchgehen und die monumentale Struktur aus der Urgeschichte erleben. Die Atmosphäre wird dabei jedoch teilweise durch den Lärm der nahen Autobahn gestört, was von Gästen kritisch wahrgenommen wird.

Die Visbeker Braut ist mit dem Fahrrad besser zu erreichen als mit dem Auto, da nur wenige Stellplätze vorhanden sind. Die abgelegene Lage im Wald verleiht dem Ort eine ruhige und mystische Stimmung, die besonders bei sonnendurchfluteten Tagen oder im Zwielicht des Waldes intensiv wahrgenommen wird. Die gepflegte Anlage sich mit der archäologischen und kulturellen Bedeutung der Megalithbauten auseinanderzusetzen und die Landschaft der Steinzeit im Nordwesten Deutschlands zu entdecken.

Bewertungen

4,6 (184) 4.6 aus 184 Bewertungen (Google)

Auf Google

4,6 (184) 4.6 · 184 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Gastronomie in der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…