Kirche/Kloster

Einsiedelner Kapelle

Kapellenstraße 24, 76437 Rastatt

Highlights

  • Die Einsiedelner Kapelle in Rastatt wurde 1715 als Nachbau der Wallfahrtskapelle Maria Einsiedeln erbaut.
  • Sie entstand vermutlich zum Dank für den Rastatter Friedensschluss und beherbergt heute die Gräber der Piaristenpatres.
  • Das Innere zeigt eine Nachbildung des Gnadenbildes von Einsiedeln sowie eine Geburtsgrotte in Bethlehem.

Tipps

  • Die Kapelle bietet ein sehenswertes Äußeres mit barocker Fassade und markgräflichem Wappen über dem Eingang.
  • Im Inneren lohnt ein Blick auf das schlichte Gnadenbild der Schwarzen Madonna, umgeben von Putten und goldenen Blitzstrahlen.
  • Die historische Bedeutung als Nachbau der Wallfahrtskirche von Einsiedeln macht einen Besuch besonders reizvoll.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ausflug zur Einsiedelner Kapelle in Rastatt – Kultur und Sakralbau erkunden

Die Einsiedelner Kapelle in Rastatt zählt zu den besonderen sakralen Kulturdenkmälern Baden-Württembergs und ist ein beeindruckendes Zeugnis markgräflicher Frömmigkeit und Architekturtradition. Erbaut als Nachbau einer früheren Kapelle aus dem Schlackenwerther Schlosspark, selbst inspiriert von der berühmten Wallfahrtskirche Maria Einsiedeln in der Schweiz, verkörpert dieses Bauwerk eine enge Verbindung zur Schweizer Vorbildstätte. Die Kapelle gilt als einmalige Anlage in der Region und zieht sowohl Gläubige als auch Kulturliebhaber mit ihrer geschichtsträchtigen Ausstrahlung an.

Das Äußere der Kapelle besticht durch barocke Eleganz und reichhaltige Symbolik. Die Front zeigt über dem Eingangsportal zwei Putten, die das markgräfliche Wappen tragen. Ein von korinthischen Säulen getragener Giebel wird von der auf einer Mondsichel schwebenden Madonna gekrönt. Zu den Seiten des Giebels ragen zwei Heiligenstatuen empor – der heilige Benedikt von Nursia, Gründer des Benediktinerordens, und der heilige Meinrad, der legendäre Einsiedler aus der Schweiz, an dessen Todesstätte das Kloster Einsiedeln entstand. Diese Figuren unterstreichen den engen Bezug zur geistlichen Tradition des ursprünglichen Vorbilds.

Im Inneren offenbart sich ein bewegender Kontrast zur pompösen Außenfassade: Der schlichte Raum beherbergt eine Nachbildung des berühmten Gnadenbildes von Einsiedeln, das die Schwarze Madonna zeigt, umgeben von Putten und goldenen Blitzstrahlen – ein Motiv, das Gläubige seit Jahrhunderten in die Schweiz pilgert. Besonders bemerkenswert ist die zusätzliche Unterkirche mit einer Nachbildung der Geburtsgrotte in Bethlehem, die die Kapelle zu einer Stätte der besonderen Andacht macht. Seit dem Jahr 1742 ruhen in dieser Unterkirche auch die Gebeine der Piaristenpatres, was die Kapelle zusätzlich zu einem geschichtsträchtigen Ort der Erinnerung macht.

Die Entstehung der Kapelle ist eng verknüpft mit der markgräflichen Familie und einem Wundergeschehen: Markgräfin Franziska Sibylla Augusta hatte mehrfach nach Einsiedeln gepilgert, um für ihr stumm gebliebenes Kind zu beten. Nachdem der Erbprinz schließlich zu sprechen begann, ließ sie die erste Nachbildung der Schweizer Kapelle in Schlackenwerth errichten. Einige Jahre später wurde die heutige Kapelle in Rastatt als Dank für den Friedensschluss von Rastatt erbaut – ein Akt tiefen Glaubens und historischer Bedeutung, der bis heute in Stein gemeißelt wirkt.

Mit einer hervorragenden Bewertung von 4,7 von 5 Sternen bei Google wird die Einsiedelner Kapelle als lohnenswertes Ausflugsziel beschrieben. Besucher schätzen nicht nur die architektonische Schönheit und die stimmungsvolle Atmosphäre, sondern auch die historische Tiefe, die sich in jedem Detail widerspiegelt. Die Kapelle ist ein kulturelles Kleinod im Herzen von Rastatt und ein beeindruckender Ort, der Besucher zum Verweilen und Innehalten einlädt.

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Häufige Fragen zu Einsiedelner Kapelle

Wann wurde die Einsiedelner Kapelle in Rastatt erbaut?
Die heutige Einsiedelner Kapelle in Rastatt wurde 1715 von Johann Michael Ludwig Rohrer erbaut. Sie ist ein Nachbau einer früheren Kapelle von 1709 im Schlackenwerther Schlosspark. {stand}.

Quelle: wikipedia

Warum ließ Markgräfin Franziska Sibylla Augusta die Kapelle bauen?
Sie ließ die Kapelle nach einer erfolgreichen Wallfahrt nach Einsiedeln erbauen, da ihr Sohn Ludwig Georg nach dieser Wallfahrt endlich zu sprechen begann. {stand}.

Quelle: wikipedia

Was befindet sich im Inneren der Einsiedelner Kapelle?
Im Inneren befindet sich eine Nachbildung des Gnadenbildes von Einsiedeln mit der Schwarzen Madonna sowie im Untergeschoss eine Nachbildung der Geburtsgrotte in Bethlehem. {stand}.

Quelle: wikipedia

Welche Bedeutung hat die Skulptur über dem Eingang der Kapelle?
Über dem Eingangportal sind zwei Putten zu sehen, die das markgräfliche Wappen tragen. Der Giebel wird von der Madonna auf einer Mondsichel gekrönt. {stand}.

Quelle: wikipedia