Schellbruch
Highlights
- Der Schellbruch ist ein Naturschutzgebiet in Lübeck mit Brackwasserlagunen, Wiesen und Auwäldern.
- Über 200 Vogelarten, darunter fast 100 Brutvögel, wurden im Schellbruch nachgewiesen.
- Das Gebiet steht seit 1983 unter Schutz und war ursprünglich von Aufschüttungsplänen bedroht.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet Schellbruch ist besonders für Vogelbeobachtungen geeignet, da über 200 Arten nachgewiesen wurden.
- Entlang des Treidelstiegs lassen sich gut Wanderungen durch das Bruchgelände unternehmen.
- Das Gebiet dient dem Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten, daher sollte der Zugang zu Röhricht- und Wiesenbereichen schonend erfolgen.
Eigenschaften
Natur- und Schutzgebiete in Schellbruch, Lübeck entdecken
Der Schellbruch ist ein bedeutendes Naturschutzgebiet in Lübeck und zählt zu den wichtigsten Feuchtgebieten der Region. Gelegen am Lauf der unteren Trave, erstreckt sich das rund 30 Hektar große Schutzgebiet zwischen den Stadtteilen Karlshof, Israelsdorf und Gothmund. Es umfasst ein vielfältiges Landschaftsbild aus offenen Wasserflächen, feuchten Wiesen, Bruch- und Auwäldern sowie Röhrichtzonen, die eine reichhaltige und teilweise gefährdete Tier- und Pflanzenwelt beherbergen. Aufgrund seiner ökologischen Bedeutung wurde der Schellbruch bereits 1983 unter Naturschutz gestellt.
Im Herzen des Naturschutzgebiets liegen die Große Lagune und die Gothmunder oder Kleine Lagune. Diese Gewässer sind überwiegend von Brack- und Süßwasser geprägt und über natürliche Auslässe mit der Trave verbunden. Die Große Lagune wird zusätzlich von der Medebek gespeist, die aus dem Lübecker Stadtforst Lauerholz kommend in das Schutzgebiet mündet. Diese Wasserflächen und ihre Uferzonen bieten ideale Lebensbedingungen für eine Vielzahl an Tierarten, insbesondere für Vögel. Mit über 200 nachgewiesenen Vogelarten, darunter fast 100 Brutvögel, ist der Schellbruch neben dem Dassower See das bedeutendste Vogelschutzgebiet der Hansestadt.
Die Entstehung des Schellbruchs geht auf die 1970er Jahre zurück, als das Gebiet geplant war, für die Erweiterung des Lübecker Hafens aufgeschüttet zu werden. Bürgerinitiativen, unterstützt vom damaligen Bürgermeister Robert Knüppel, setzten sich jedoch erfolgreich für den Erhalt der Fläche als Naturraum ein. Diese Bemühungen führten letztendlich zur Ausweisung des Gebiets als Naturschutzgebiet. Heute dient der Schellbruch nicht nur als Rückzugs- und Lebensraum für viele Arten, sondern auch als Erholungsraum und Bildungsstätte für Naturliebhaber und Forschende.
Das Naturschutzgebiet erstreckt sich über ein vielschichtiges Ökosystem, das von offenen Gewässern über feuchte Wiesen bis hin zu kleinen Auwäldern reicht. Diese Vielfalt prägt die charakteristische Landschaft des Schellbruchs und ermöglicht die Ansiedlung seltener und gefährdeter Arten. Die Erhaltung dieser Strukturen ist Ziel der Naturschutzverordnung, die den Schutz der Landschaft und ihrer biologischen Vielfalt gesetzlich verankert. Besucher des Gebiets können die Artenvielfalt hautnah erleben und erhalten Einblicke in ein ursprüngliches Bruchlandschaftsgeflecht mitten in der Stadt.
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Häufige Fragen zu Schellbruch
Was ist der Schellbruch in Lübeck?
Quelle: wikipedia
Welche Tier- und Pflanzenarten leben im Schellbruch?
Quelle: wikipedia
Warum wurde der Schellbruch unter Naturschutz gestellt?
Quelle: wikipedia
Was war der ursprüngliche Plan für das Gelände des Schellbruchs?
Quelle: wikipedia