Samariterkirche
Highlights
- Die Samariterkirche in Fürstenwalde ist seit 1969 Teil der Samariteranstalten und bot bis 1990 systemkritischen Menschen aus der DDR Schutz.
- Als LGBTQ+-freundliche, barrierefreie Kirche mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz fördert sie inklusive Gemeinschaft seit über 130 Jahren.
- Die Stiftung verbindet Pflege, Bildung (z. B. Korczak-Schule) und soziale Integration für Menschen mit und ohne Behinderung durch strukturierte Alltagsbegleitung.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt in die Kirche.
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz direkt am Gelände erleichtert die Anreise für Gäste mit eingeschränkter Fortbewegung.
- Die Behindertentoiletten sind in unmittelbarer Nähe des Eingangs verfügbar und entsprechen aktuellen Standards.
Eigenschaften
Sakrale Kunst in Fürstenwalde: Samariterkirche entdecken
Die Samariterkirche in Fürstenwalde/Spree ist ein historisch bedeutsames und sozial engagiertes Zentrum, das seit über einem Jahrhundert Menschen mit und ohne Behinderung unterstützt. Als Teil der Samariterstiftung verbindet sie seit ihrer Gründung im 19. Jahrhundert christliche Nächstenliebe mit moderner Sozialarbeit. Die Kirche selbst steht dabei nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als Symbol für Inklusion und selbstbestimmtes Leben – ein Ansatz, der sich bis heute in den Angeboten der Stiftung widerspiegelt.
Besonders prägend war die Rolle der Samariterkirche während der DDR-Zeit, als sie als Samariteranstalten viele systemkritische Menschen aus der gesamten Republik aufnahm. Die Einrichtung bot ihnen Schutz und Perspektiven, während sie gleichzeitig als Ort der Solidarität und des Widerstands fungierte. Diese Phase ist heute in einer Dokumentation festgehalten, die Einblicke in die Geschichte des Vorläufers der heutigen Korczak-Schule gewährt – einer Einrichtung, die sich für die Rechte von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen einsetzt.
Die Stiftung arbeitet heute mit einem ganzheitlichen Konzept, das auf vertraute Strukturen und individuelle Begleitung setzt. Ob durch Praktika, Bundesfreiwilligendienste oder Ausbildungen zur Pflegefachkraft – die Angebote zielen darauf ab, Übergänge in den Alltag zu erleichtern und Ängste abzubauen. Besonders hervorgehoben wird die Lebensqualität im Altenpflege-Wohnheim, wo ein strukturierter Tagesablauf mit festen Ritualen Sicherheit und Freude schafft. Fachliche Schwerpunkte und differenzierte Konzepte haben sich über Jahrzehnte entwickelt, um den Bedürfnissen der Bewohner:innen gerecht zu werden.
Die Samariterkirche ist zudem ein barrierefreier Ort, der Inklusion aktiv lebt. Mit rollstuhlgerechtem Zugang, Parkplätzen und sanitären Einrichtungen steht sie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen offen. Auch die LGBTQ+-Freundlichkeit ist ein zentrales Merkmal, das die Kirche als weltoffen und respektvoll positioniert. Als kulturelles und soziales Herzstück Fürstenwaldes verbindet sie Tradition mit moderner Sozialarbeit und zeigt, wie Religion und Engagement Hand in Hand gehen können.
Wer die Samariterkirche besucht, erlebt nicht nur eine Kirche, sondern ein lebendiges Netzwerk aus Fürsorge, Bildung und Gemeinschaft. Die Stiftung beweist damit, dass selbstbestimmtes Leben für alle möglich ist – ein Ansatz, der seit über 130 Jahren Menschen in Fürstenwalde und darüber hinaus prägt.