Gefallenen Denkmal
Highlights
- Das Gefallenendenkmal in Rüsselsheim wurde 1923 von Wilhelm und Fritz von Opel gestiftet.
- Es zeigt einen Bronze-Engel auf Steinsockel mit Inschriften und Namen der Kriegstoten.
- Das Denkmal erinnert an die Opfer des Ersten Weltkriegs und die Inflationszeit.
Tipps
- Das Denkmal befindet sich an der Frankfurter Straße nahe der Opel-Villen in Dielheim.
- Auf dem Denkmal sind drei Bildreliefs mit Szenen aus dem Ersten Weltkrieg und der Nachkriegszeit angebracht.
- Die Stiftung erfolgte 1923 durch die Söhne des Firmengründers Wilhelm und Fritz von Opel.
Eigenschaften
Über Gefallenen Denkmal
Das Gefallenen Denkmal in Dielheim erinnert an die Soldaten, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben verloren. Es steht auf einem kleinen Platz nahe der Frankfurter Straße und gilt als Mahnmal, das von den Söhnen des Firmengründers Wilhelm und Fritz von Opel im Jahr 1923 stiftet wurde. Die Gestaltung des Denkmals folgt einem klassizistischen Stil, der zeitgleich Elemente aufweist, die später auch im nationalsozialistischen Denkmalstil aufgegriffen wurden. Auf einem Steinsockel thront eine Bronzefigur mit Zahnrad, während drei Bildreliefs Szenen aus dem Ersten Weltkrieg sowie der Zeit der französischen Besatzung und der Inflation darstellen.
Die Inschriften am Denkmal nennen die Namen der im Krieg gefallenen Männer, darunter auch mehrere mit dem Familiennamen Hummel oder Daum. Die Jahreszahlen 1914 und 1918 markieren den zeitlichen Rahmen des Ersten Weltkriegs, zu dem die meisten der Verstorbenen gehören. Ein Gast hatte den Standort des Denkmals zunächst fälschlicherweise einem anderen Ort zugeordnet, später jedoch durch Recherchen festgestellt, dass es sich um ein Gedenkmal für die aus Rüsselsheim stammenden Kriegstoten handelt. Auffallend ist, dass weder auf dem Denkmal noch in unmittelbarer Umgebung Hinweise auf den genauen Ursprung der Gefallenen zu finden sind.
Ein weiterer Bestandteil des Denkmals ist eine Bronzetafel, die Preise aus der Inflationszeit um 1923 auflistet – ein zeitgeschichtlicher Bezug zur Entstehungsphase des Mahnmals. Die Preise für alltägliche Güter wie Brot, Milch oder Fleisch verdeutlichen die wirtschaftliche Not der unmittelbaren Nachkriegszeit. Diese ergänzenden Informationen tragen dazu bei, den historischen Kontext des Denkmals zu erweitern. Das Gefallenen Denkmal in Dielheim ist somit nicht nur ein Ort der Erinnerung an die Kriegsopfer, sondern auch ein Zeugnis der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüche der frühen Weimarer Republik.
Trotz seiner zentralen Lage wird das Denkmal unterschiedlich wahrgenommen. Einige Besucher sehen in der Gestaltung eine Anlehnung an nationalistische Ideale, während andere den Gedenkcharakter in den Vordergrund stellen. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 3,00 von 5 Sternen spiegelt die öffentliche Wahrnehmung diese Differenz wider. Die Darstellung der Kriegsopfer bleibt jedoch der zentrale Zweck des Denkmals, das als Gedenkstätte in der Öffentlichkeit steht und zur Reflexion über die Folgen von Krieg und Gewalt einlädt.