Denkmal/Gedenkstätte

Kaiser-Wilhelm-Turm (Spiegelslustturm)

Hermann-Bauer-Weg 2, 35043 Marburg

Highlights

  • Der Kaiser-Wilhelm-Turm, auch Spiegelslustturm genannt, steht auf den Lahnbergen bei Marburg und ist 36 Meter hoch.
  • Er wurde von 1887 bis 1890 erbaut und verfügt über 167 Stufen bis zur Aussichtsplattform.
  • Der nahegelegene Gaststätte Spiegelslust war bereits vor dem Turmbau ein beliebtes Ausflugsziel mit Panoramablick.

Tipps

  • Der Aufstieg zum Kaiser-Wilhelm-Turm lohnt sich für den Panoramablick und dauert etwa zwei Stunden auf einem anspruchsvollen Rundweg.
  • Alternativ ist eine Anreise mit dem Auto möglich, da der Turm über mehrere historische Wege zu Fuß erreichbar ist.
  • Im Turmcafé gibt es besondere Torten und Speisen, außerdem finden dort Kulturveranstaltungen und Brunch statt.

Eigenschaften

Outdoor Bildung Romantisch Kulturell Ganzjährig

Über Kaiser-Wilhelm-Turm (Spiegelslustturm)

Der Kaiser-Wilhelm-Turm, im Volksmund auch Spiegelslustturm genannt, erhebt sich auf den Lahnbergen westlich der Stadt Marburg im hessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf. Mit einer Höhe von 36 Metern und 167 Stufen im Inneren zählt er zu den markanten Aussichtspunkten der Region. Der Turm wurde zwischen 1887 und 1890 als Denkmal für die Reichsgründung und den Deutsch-Französischen Krieg errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Aufgrund seiner zentralen Lage auf einem der höchsten Punkte der Stadt bietet er einen weiten Blick über Marburg, das nahegelegene Schloss und das Lahntal.

Der Name „Spiegelslustturm“ leitet sich von der historischen Gaststätte „Spiegelslust“ ab, die sich nur wenige Meter vom Turm entfernt befindet. Diese war bereits im 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel, das für seinen Panoramablick bekannt war. Ursprünglich als „Köhlersruhe“ bekannt, wurde der Ort durch den Studenten Werner Friedrich Julius Stephan von Spiegel zum Desenberg zu einer beliebten Naherholungslandschaft ausgebaut. Die Bezeichnung „Spiegelslust“ setzte sich im Volksmund durch und wird bis heute verwendet, obwohl der offizielle Name des Turms auf Wilhelm I. zurückgeht.

Der Turm ist über mehrere Wege zu Fuß erreichbar, darunter historische Aufstiegsrouten vom Ortsteil Ortenberg aus. Alternativ kann der Standort auch mit dem Pkw angefahren werden. Der nahegelegene Sender Marburg und die Universitätsklinik befinden sich in unmittelbarer Nähe. Seit 2005 wird der Turm und das angeschlossene Turmcafé vom gemeinnützigen Verein MObiLO e.V. betrieben. Neben der Turmbesteigung mit Eintrittspreis gibt es in 35 Metern Höhe eine Turmstube mit einer Dauerausstellung. Das Turmcafé hat sich als Kulturzentrum etabliert und bietet regelmäßig Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Konzerte und Ausstellungen.

Die Umgebung des Turms lädt zu Wanderungen ein, darunter ein anspruchsvoller Rundweg, der etwa zwei Stunden in Anspruch nimmt. Die Aussichtsplattform ermöglicht bei klarem Wetter Blicke bis zu weit entfernten Erhebungen wie dem Feldberg im Taunus, dem Kahlen Asten im Sauerland sowie der Wasserkuppe in der Rhön. Aufgrund seiner historischen Bedeutung, der Aussichtsmöglichkeiten und der kulturellen Nutzung ist der Kaiser-Wilhelm-Turm ein bedeutender kulturhistorischer Ort in der Region Marburg.

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