Kirche/Kloster

St. Georg

Kirchweg, 74214 Schöntal

Highlights

  • Die Kirche St. Georg in Schöntal wurde 1833 nach Abriss des mittelalterlichen Turms neu erbaut, mit 15 m langem Langhaus und barocker Ausstattung wie Pelikan-Altar und Engeln.
  • 1157 bestätigte Kaiser Barbarossa per Schutzbrief die Gründung des Zisterzienserklosters Schöntal, das 1802 aufgehoben und später als Bildungshaus genutzt wird.
  • Die Klosterkirche St. Georg bietet rollstuhlgerechte Zugänge und Führungen durch Kirche, Kreuzgang mit Götz-von-Berlichingen-Grab und historisches Treppenhaus.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Parkplatz ermöglicht eine einfache Anreise und sicheren Abstellplatz für Besucher.
  • Die barocke Ausstattung der Klosterkirche zeigt handwerkliche Meisterleistungen des 18. Jahrhunderts und lädt zur Betrachtung ein.
  • Die kostenlosen Führungen bieten Einblicke in die Geschichte des Klosters, beginnend am Treppenhaus der Klosterkirche.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in St. Georg Schöntal

Die Kirche St. Georg in Schöntal ist ein historisch bedeutsames Sakralbauwerk mit tiefen Wurzeln in der regionalen Geschichte. Ursprünglich als Filialkirche von Aschhausen gegründet, wurde sie im 19. Jahrhundert neu errichtet, nachdem der alte Bau nach Jahrhunderten des Bestehens abgerissen worden war. Die heutige Kirche entstand nach Plänen von 1833 und vereint schlichte Funktionalität mit barocken Kunstschätzen – darunter ein prächtiger Hochaltar mit Pelikanmotiven und barocken Engeln, die von lokalen Künstlern wie Bilhauer Schneider und Altarmaler Brendle geschaffen wurden.

Der Name „Schöntal“ leitet sich vom lateinischen Cistercium ab, was auf die einstige Zugehörigkeit zum Zisterzienserorden hinweist. Mönche aus dem Kloster Maulbronn, gegründet 1138, besiedelten das Gebiet und richteten hier eine Abtei ein. Die erste urkundliche Erwähnung Schöntals stammt aus dem Jahr 1157, als Kaiser Friedrich Barbarossa dem Kloster Schutzbrief gewährte. Die Lage im Jagsttal entsprach dabei dem zisterziensischen Ideal der Einsamkeit und Rückzugsorts. Über Jahrhunderte entwickelte sich das Kloster zu einem kulturellen und religiösen Zentrum, dessen Einfluss bis in die Nachbargemeinden reichte.

Ein Höhepunkt der Klostergeschichte war die Amtszeit des Abtes Konrad von Weinsberg, der im 15. Jahrhundert das Recht erhielt, die traditionellen Pontifikalien zu tragen. Unter seiner Führung entstanden prägende Bauwerke wie die barocke Klosterkirche, die Grabkapelle auf dem Kreuzberg und die neue Abtei. Besonders das repräsentative Treppenhaus und die Ausstattung der Räume zeugen von seiner Bauherrschaft. Die Aufhebung des Klosters 1802 markierte das Ende einer Ära, doch die Überlieferung lebt weiter – etwa in der Grabstätte des berühmten Götz von Berlichingen, die im Kreuzgang des Klosters erhalten ist.

Heute ist die Kirche St. Georg ein Ort der Besinnung und des kulturellen Erbes. Die kostenlosen Führungen führen durch die Klosterkirche, den historischen Kreuzgang mit der Grablege des Berlichingen sowie das beeindruckende Treppenhaus im Bildungshaus. Bei Bedarf können auf Wunsch längere Rundgänge angeboten werden, die auch den Ordenssaal und das Abtszimmer in der neuen Abtei umfassen. Mit einem Google-Bewertungsdurchschnitt von 5,0 Sternen und einem rollstuhlgerechten Parkplatz ist der Ort sowohl für Besucher mit besonderen Bedürfnissen als auch für Geschichtsinteressierte ein lohnendes Ziel.

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