Parks & Gärten

Aspeler-Schmales Meer

46459 Rees

Highlights

  • Das NSG Aspeler-Schmales Meer in Rees umfasst 25 Hektar und schützt naturnahe Altwässer und wertvolle Feuchtgrünlandbiotope.
  • Erhalten werden sollen strukturreiche Weichholzauenwälder, Höhlenbaumbestände und Lebensräume für Wasservögel und Libellen.
  • Ziel ist die Entwicklung extensiv genutzter (Feucht-)Grünflächen und naturnaher Stillgewässer mit Flachwasserzonen.

Tipps

  • Das Naturschutzgebiet Aspeler-Schmales Meer ist besonders für Wasservögel, Libellen und alte Baumbestände von Bedeutung.
  • Die Fläche umfasst strukturreiches Grünland und Altwässer, die durch extensive Bewirtschaftung erhalten bleiben sollen.
  • Ein Besuch lohnt sich für Naturliebhaber, die seltene Tier- und Pflanzenarten in einer gut erhaltenen Auenlandschaft beobachten möchten.

Eigenschaften

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Über Aspeler-Schmales Meer

Das Aspeler-Schmales Meer ist ein Naturschutzgebiet im rheinischen Ort Rees im Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen. Es zählt zu den landschaftlich und ökologisch bedeutsamen Altwässern im Randbereich der Rheinaue südlich der Bundesstraße 8. Das rund einen Kilometer lange Schmale Meer ist ein ehemaliger Rheinarm, der sich durch strukturreiches Grünland, mächtige Pappelreihen, alte Weiden und typische Weichholzauenwälder auszeichnet. Diese Vielfalt an Lebensräumen trägt zur hohen ökologischen Wertigkeit des Gebiets bei und macht es zu einem wichtigen Bestandteil des Biotopverbundes in der Unteren Rheinniederung.

Im Naturschutzgebiet dominieren verschiedene Biotope, darunter Stillgewässer, strukturreiches Grünland sowie alte, parkähnliche Baumbestände mit Totholzstrukturen, die Lebensräume für Höhlenbrüter, Libellen und Wasservögel bieten. Besonders erwähnenswert ist der südliche Zipfel des Schmalen Meeres, wo sich ein charakteristischer Weichholzauenwald mit alten Weiden und typischen Strauchbeständen entwickelt hat. Im Zuge der Renaturierung wurden Maßnahmen zur naturnahen Gestaltung des Gewässers ergriffen, etwa durch die Schaffung von Flachwasserzonen und das Anpflanzen bodenständiger Ufergehölze. Diese Entwicklung trägt dazu bei, den ökologischen Zustand des Gebiets langfristig zu stabilisieren.

Ein weiteres Merkmal des Naturschutzgebiets ist die Verbindung zum Aspeler Meer über einen trockengefallenen Graben, der durch dichte Gehölzstrukturen geprägt ist. Das Aspeler Meer selbst ist ein naturnah gestaltetes Altwasser mit altem Baumbestand und Totholz im Uferbereich. Südöstlich des Aspeler Meeres liegt die Reeser Meer Norderweiterung, ein ehemaliges Abgrabungsgewässer mit artenreicher Unterwasservegetation. Diese landschaftliche Vielfalt wird durch das kulturhistorisch bedeutsame Haus Aspel ergänzt, das durch zwei umlaufende, trockengefallene Gräben einen inselartigen Charakter aufweist und durch alte Lindenalleen und parkähnliche Strukturen geprägt ist.

Das Schutzziel des Gebiets umfasst den Erhalt und die Entwicklung naturnaher Lebensräume, insbesondere für Wasservögel, Höhlenbrüter sowie verschiedene Rote-Liste-Arten. Dazu gehören Maßnahmen wie die Kopfbaumpflege, der Verzicht auf Düngung, die extensive Grünlandbewirtschaftung sowie die Umwandlung von Ackerflächen in (Feucht-)Grünland. Diese Strategien sollen die ökologische Funktionalität des Gebiets langfristig sichern und gleichzeitig den landschaftlichen Reiz bewahren. Die Erhaltung der strukturellen Vielfalt sowie die Förderung natürlicher Prozesse stehen dabei im Fokus des Naturschutzes.

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