Denkmal/Gedenkstätte

Mahnmal Rees

Vor dem Rheintor 5, 46459 Rees

Highlights

  • Die jüdische Gemeinde Rees existiert seit dem 14. Jahrhundert, urkundlich erwähnt seit 1346.
  • Der jüdische Friedhof in Rees wurde um 1700 angelegt und 1870 geschlossen.
  • Nach der Ausweisung 1549 durften nur wenige Juden noch in Rees leben.

Tipps

  • Besuchen Sie die Rheinpromenade für einen entspannten Spaziergang mit weitem Blick auf den Rhein.
  • Nutzen Sie die vielen Bänke entlang der Promenade, um Schiffe zu beobachten und zu verweilen.
  • Erkunden Sie die historische Stadtmauer und den Skulpturenpark mit verteilten Kunstwerken.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Denkmal Rees: Mahnmal Rees

Das Mahnmal Rees erinnert eindrucksvoll an die Geschichte der jüdischen Gemeinde in der niederrheinischen Stadt Rees im Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen. Jüdisches Leben ist in Rees bereits seit dem Mittelalter nachgewiesen, und die Gemeinde entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem festen Bestandteil des städtischen Lebens. Besonders im 18. und 19. Jahrhundert wuchs die jüdische Bevölkerungszahl, und es entstanden wichtige Institutionen wie eine Synagogengemeinde sowie zwei jüdische Friedhöfe. Doch mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus wurde auch in Rees das jüdische Leben zunehmend unterdrückt, verfolgt und schließlich nahezu vollständig zerstört.

Die Mahnung des Denkmals richtet sich nicht nur an die schrecklichen Ereignisse der nationalsozialistischen Zeit, sondern auch an die längere Geschichte jüdischer Präsenz in der Stadt. Es erinnert daran, dass jüdische Bürger einst integraler Teil der Reeser Gesellschaft waren – als Händler, Handwerker, Familien und Nachbarn. Die Gemeinde leistete über Jahrhunderte hinweg einen wichtigen Beitrag zur Kultur und Wirtschaft der Region, bevor sie durch die systematische Verfolgung des NS-Regimes ausgelöscht wurde. Nach 1945 wurde die jüdische Gemeinde in Rees nicht wieder aufgebaut, doch das Mahnmal hält ihr Andenken wach.

Das Denkmal selbst steht als stille Zeugenschaft in der Stadt, die heute für ihre gepflegte Rheinpromenade, ihre historische Stadtmauer und ihre ruhige Atmosphäre geschätzt wird. Touristisch gesehen lädt Rees zu einem entspannten Aufenthalt am Rhein ein, doch das Mahnmal vermittelt auch einen tieferen Einblick in die komplexe Geschichte der Region. Es lädt dazu ein, innezuhalten, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken. In unmittelbarer Nähe zur malerischen Rheinpromenade bietet der Ort sowohl Raum für Erholung als auch für Reflexion – ein stimmungsvoller Kontrast, der den Besuch besonders nachdenklich macht.

Der Besuch des Mahnmals Rees ist Teil einer kulturellen und historischen Entdeckungsreise durch die Stadt. Die gut erhaltene Altstadt, die zahlreichen Skulpturen und der nahegelegene Skulpturenpark ergänzen das Angebot um künstlerische und ästhetische Facetten. Doch gerade das Mahnmal verleiht dem Stadtbild eine besondere Bedeutung – es erinnert daran, dass Geschichte nicht nur in Museen oder auf Postkarten zu finden ist, sondern auch in stillen Orten der Erinnerung, die zum Gedenken und zur Besinnung einladen. Wer Rees besucht, sollte diese wichtige Station der Erinnerungskultur nicht unberücksichtigt lassen.

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Häufige Fragen zu Mahnmal Rees

Wann wurde jüdisches Leben in Rees erstmals urkundlich erwähnt?
Jüdisches Leben in Rees ist spätestens seit dem Jahr 1346 dokumentiert, als der jüdische Bürger Salomon, genannt „Vynes von Rees“, erwähnt wurde. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was geschah mit der jüdischen Gemeinde Rees unter der NS-Zeit?
Wie in vielen anderen Orten wurde die jüdische Gemeinde Rees durch die Gräueltaten der Nationalsozialisten vor und im Zweiten Weltkrieg zerstört. Nach 1945 wurde sie nicht wieder aufgebaut. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Gibt es in Rees ein Mahnmal für die jüdische Gemeinde?
Ja, in Rees wurde ein Mahnmal errichtet, das an die ehemalige jüdische Gemeinde und die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde der jüdische Friedhof in Rees geschlossen?
Der jüdische Friedhof in Rees musste etwa 1870 aufgrund vollständiger Belegung geschlossen werden. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia