Kirche/Kloster

Maria-von-Burgund-Statue

Kapitel 8, 46509 Xanten

Highlights

  • Die Wallfahrtskirche St. Mariä Himmelfahrt in Marienbaum wurde 1460 als Abteikirche des Birgittenklosters errichtet.
  • Das Gnadenbild der Maria aus dem 14. Jahrhundert gilt als Ursprung der Wallfahrt und wird heute in der Außenkapelle gezeigt.
  • Heute besuchen jährlich rund 15.000 Wallfahrer die Kirche, die 1802 zur Pfarrkirche umgewandelt wurde.

Tipps

  • Die Sage um das Gnadenbild der Maria aus dem 14. Jahrhundert bietet einen interessanten kulturellen und historischen Hintergrund für den Besuch.
  • Bei einem Besuch lohnt sich auch ein Abstecher zum nahegelegenen St. Viktor Dom in Xanten, einem imposanten gotischen Bau mit beeindruckender Ausstattung.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Maria-von-Burgund-Statue

Die Maria-von-Burgund-Statue ist ein zentraler Bestandteil der Wallfahrtskirche St. Mariä Himmelfahrt in Marienbaum, einem Stadtteil von Xanten im Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen. Die Statue steht im engen Zusammenhang mit der Geschichte des Birgittenklosters, das im 15. Jahrhundert von Maria von Burgund gegründet wurde. Als bedeutendes Heiligtum der Kirche gilt das Gnadenbild der Maria, das bereits aus dem frühen 14. Jahrhundert stammt und heute in einer Außenkapelle aufbewahrt und verehrt wird.

Die Kirche selbst hat eine wechselvolle Geschichte: Ursprünglich als Abteikirche des Birgittenklosters errichtet, wurde sie im Zuge der Säkularisation zur Pfarrkirche umgewandelt. Der gotische Chor der ursprünglichen Kapelle ist bis heute erhalten geblieben und bildet den vorderen Teil des Gotteshauses. Im Laufe der Jahrhunderte verlor der Wallfahrtsort Marienbaum zunehmend an Bedeutung, was unter anderem mit dem Aufstieg des benachbarten Kevelaer als wichtigem Gnadenort zusammenhing. Dennoch zieht die Kirche heute noch etwa 15.000 Wallfahrer jährlich an.

Die Innenausstattung der St. Mariä Himmelfahrt bezeugt die reiche Geschichte des Ortes: Der Hochaltar aus dem 15. Jahrhundert mit Werken von Barthel Bruyn d. Ä. zählt zu den kunsthistorischen Höhepunkten. Fresken aus dem 15. Jahrhundert sowie ein vom Kloster gefertigtes Fastentuch aus dem 17. Jahrhundert unterstreichen den kulturellen Wert der Kirche. Die Orgel, ursprünglich 1894 in den Niederlanden erbaut, wurde später nach Marienbaum überführt und ist bis heute ein wichtiges Element der kirchenmusikalischen Tradition.

Ein besonderes Ereignis in der jüngeren Geschichte war der Schwelbrand im Jahr 2017, der die Kirche innen schwer beschädigte. Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten konnte der Gottesdienstbetrieb jedoch wieder aufgenommen werden. Die Sakristei, die aus dem ehemaligen Kapitelsaal des Klosters besteht, ist ein weiteres Zeugnis der Klosterzeit. Die heutige Kirche vereint somit sakrale, künstlerische und historische Elemente und bleibt ein Ort der Andacht und des Glaubens im nordrhein-westfälischen Xanten.

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