Kirche/Kloster

St. Martinus Qualburg

Koppelstraße 41, 47551 Bedburg-Hau-Qualburg

Highlights

  • Die heutige neugotische St.-Martinus-Kirche in Qualburg entstand 1888–1890 nach Abriss einer romanischen Basilika mit spätgotischem Chor.
  • Auf dem Gelände einer römischen Siedlung und eines fränkischen Friedhofes wurde 1499 ein schiefer Turm auf ungesicherten Gräberfeldern errichtet.
  • Der bestehende spätgotische Chor der alten Kirche (15. Jh.) blieb bei der Neuerrichtung erhalten und prägt das heutige Bauwerk.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt in die Kirche.
  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz in unmittelbarer Nähe erleichtert die Anreise und sichert ausreichend Platz für alle Gäste.
  • Der spätgotische Chor aus dem 15. Jahrhundert bietet Einblicke in die historische Baugeschichte der Kirche und ihre Verbindung zur romanischen Vorläuferbasilika.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in St. Martinus Qualburg

Die St. Martinus-Kirche in Qualburg, ein prägendes Wahrzeichen des Ortes im Rhein-Erft-Kreis, vereint über fünf Jahrhunderte Geschichte in ihren Mauern. Der heutige neugotische Bau entstand zwischen 1888 und 1890 auf den Fundamenten einer romanischen Vorläuferkirche, die bereits 1499 urkundlich erwähnt wurde. Diese ältere Anlage war eine schlichte, flach gedeckte Basilika aus Tuffsteinen, deren Ostseite einen spätgotischen Chor aufwies – ein architektonisches Detail, das bis heute erhalten blieb. An der Westseite ragte ein markanter Turm auf, dessen Ursprung jedoch überraschend ist: Er stand nicht auf römischen Grundmauern, sondern wurde direkt auf einem fränkischen Gräberfeld errichtet, ohne stabile Fundierung.

Die Geschichte des Ortes Qualburg (ursprünglich *Quadriburgium*) ist eng mit dem Rhein verbunden, da er einst am Flussufer lag. Archäologische Funde belegen, dass die Kirche auf dem Gelände einer römischen Siedlung entstand, die später als Friedhof genutzt wurde. Beim Abriss der alten Kirche im 19. Jahrhundert wurde deutlich, dass der Turm schief stand und auf unsicheren Böden errichtet worden war. Statt ihn zu sanieren, entschied man sich für einen Neubau: Die heutige Kirche wurde über den Resten der romanischen Anlage errichtet, wobei der spätgotische Chor als historisches Element erhalten blieb. Die neugotische Fassade mit ihren spitzen Bögen und filigranen Details prägt seither das Ortsbild.

Als zentraler Ort des katholischen Lebens in Qualburg bietet die St. Martinus-Kirche nicht nur architektonische Schönheit, sondern auch eine Verbindung zu regionalen Traditionen. Der Kirchenvorstand sorgt für die Verwaltung und Pflege des kirchlichen Vermögens, während die Gemeinde durch Gottesdienste, Feste und kulturelle Veranstaltungen das Erbe lebendig hält. Besonders die barrierefreie Gestaltung – mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz – macht die Kirche für alle Besucher zugänglich. Wer die Geschichte des Rheinlands und die Vielfalt sakraler Baukunst erleben möchte, findet hier ein faszinierendes Zeugnis vergangener Epochen.

Mit einem Google-Bewertungsdurchschnitt von 4,3 Sternen (bei über 20 Bewertungen) gilt die St. Martinus-Kirche als beliebter Ausflugsort für Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte. Die Kombination aus romanischen, spätgotischen und neugotischen Elementen macht sie zu einem einzigartigen Ort, der Einblicke in die Entwicklung der Region von der Römerzeit bis ins 19. Jahrhundert bietet. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für die spirituelle Atmosphäre, sondern auch für die faszinierende Geschichte, die in jedem Stein erzählt wird.

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