Bodendenkmal in Regensburg, #D-3-7038-0397
Highlights
- Das Keplerdenkmal in Regensburg ehrt den Astronomen Johannes Kepler, der 1630 in der Stadt verstarb.
- Errichtet wurde das Denkmal 1808, 150 Jahre nach Keplers Tod, auf Initiative des Regensburger Gymnasiums.
- Das Bauwerk besteht aus Kalkstein, Carrara-Marmor und rotem Marmor und zeigt Keplers Büste sowie ein Relief.
Tipps
- Das Keplerdenkmal in Regensburg ist ein historisch bedeutsames Monument, errichtet 1808 zur Erinnerung an den Astronomen Johannes Kepler.
- Der Standort befindet sich in der Innenstadt, in unmittelbarer Nähe zur Maximilianstraße und nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt.
- Aufgrund der städtischen Lage und der historischen Bedeutung eignet sich der Ort für einen kurzen kulturellen Zwischenstopp bei Spaziergängen durch die Altstadt.
Eigenschaften
Über Bodendenkmal in Regensburg, #D-3-7038-0397
Das Bodendenkmal in Regensburg mit der Kennung #D-3-7038-0397 ist ein bedeutendes archäologisches und kulturelles Zeugnis in der Innenstadt von Regensburg. Errichtet im Jahr 1808, zählt es zu den ältesten Denkmälern der Stadt und erinnert an den berühmten Astronomen Johannes Kepler, der hier 1630 starb. Es steht in unmittelbarer Nähe zur Maximilianstraße und ist nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Die Anlage wurde geschaffen, um dem Andenken des Genies zu huldigen, der die Gesetze der Planetenbewegung entschlüsselte und maßgeblich zur Entwicklung der modernen Astronomie beitrug.
Das Denkmal selbst ist ein architektonisches Werk seiner Zeit: Es wurde nach Plänen von Emanuel d’Herigoyen errichtet, der ursprünglich einen säulengetragenen Monopteros-Tempel entwarf. Die Umsetzung folgte einem Entwurf, der auch auf der Ausstellung der Königlichen Akademie der bildenden Künste in München gezeigt wurde. Das Bauwerk besteht aus Kalkstein auf geziegeltem Mauerwerk, während die zentrale Büste Keplers aus Carrara-Marmor gefertigt wurde. Das Relief stammt von Johann Heinrich von Dannecker, die Büste selbst wurde von Friedrich Döll geschaffen – zwei herausragenden Künstlern des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts.
Die Entstehung des Denkmals war das Ergebnis langjähriger Bemühungen. Bereits 1780 gab der Regensburger Rektor Philipp Ostertag den ersten Impuls zur Errichtung eines Ehrenmals. Doch erst rund 30 Jahre später führten finanzielle Unterstützung durch Fü rstprimas Carl von Dalberg und das Engagement des Grafen Kaspar von Sternberg zur Realisierung. Das Denkmal gilt heute als geschichtsträchtiges Kulturdenkmal und steht unter Denkmalschutz. Es zeugt nicht nur von der Verehrung Keplers, sondern auch von der kulturellen und intellektuellen Blüte Regensburgs zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Trotz seiner historischen Bedeutung wird das Gelände um das Denkmal nicht immer als einladend wahrgenommen. Besucher berichten von mangelnder Pflege, häufig liegendem Müll und unangenehmen Gerüchen, besonders an wärmeren Tagen. Auch die Sicherheit kann tagsüber und nachts als problematisch empfunden werden, da sich in der Nähe des Denkmals oft obdachlose Menschen und Drogenabhängige aufhalten. Dennoch bleibt das Keplerdenkmal ein sehenswertes Kulturdenkmal, das einen direkten Bezug zur geistesgeschichtlichen Tradition der Stadt unterstreicht.
Das Fehlen einer Infotafel vor Ort beeinträchtigt zwar den Informationswert, doch mithilfe der Kulturdatenbank der Stadt Regensburg lassen sich umfangreiche Hintergrundinformationen zum Denkmal recherchieren. Interessierte erhalten Einblicke in die Entstehungsgeschichte, die künstlerische Umsetzung sowie die Bedeutung des Denkmals im Kontext der Regensburger Stadtgeschichte. Das Bodendenkmal #D-3-7038-0397 ist somit ein lohnendes Ziel für Kultur- und Geschichtsinteressierte, die die Spuren bedeutender Persönlichkeiten in der Region verfolgen möchten.