Denkmal/Gedenkstätte

Altstadt

Goliathstraße 4, 93047 Regensburg

Highlights

  • Das Goliathhaus in Regensburg ziert ein beeindruckendes Fresko mit der biblischen Szene von David und Goliath.
  • Das Haus stammt aus dem 13. Jahrhundert und war bis 1290 Stammsitz der Patrizierfamilie Thundorfer.
  • Ein grüner Frosch mit Schnurrbart wurde 1841 als scherzhaftes Denkmal für einen Freiherrn im Fresko ergänzt.

Tipps

  • Das Goliathhaus in der Goliathstraße 4 zeigt ein beeindruckendes Fresko vom Kampf Davids gegen Goliath, das seit dem 16. Jahrhundert die Fassade ziert.
  • Das Haus stammt aus dem 13. Jahrhundert und war ursprünglich Stammsitz der Patrizierfamilie Thundorfer.
  • Ein grüner Frosch in der rechten unteren Ecke des Freskos wurde 1841 als scherzhaftes Denkmal für einen auffälligen Adligen hinzugefügt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Altstadt

Die Altstadt von Regensburg zählt zu den bedeutendsten kulturhistorischen Zentren Bayerns und ist mit ihrem nahezu unversehrten Stadtbild ein beeindruckendes Zeugnis vergangener Epochen. Seit 2006 steht sie auf der UNESCO-Weltkulturerbestätte und zieht jährlich zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Wer die enge Gassen, prachtvollen Patrizierhäuser und mittelalterlichen Bauten erkundet, taucht ein in die Geschichte der Stadt, die über 2.000 Jahre zurückreicht. Die Altstadt erstreckt sich zwischen Donau, Oberer und Unterer Mühlbrücke und beherbergt eine der größten und besterhaltenen Altstadtanlagen nördlich der Alpen.

Ein besonderes Wahrzeichen innerhalb der Regensburger Altstadt ist das sogenannte Goliathhaus. Das im 13. Jahrhundert erbaute Gebäude ziert ein beeindruckendes Monumentalfresko, das den biblischen Kampf zwischen David und Goliath darstellt. Das Fresko wurde erstmals im späten 16. Jahrhundert von Melchior Bocksberger geschaffen und später mehrfach erneuert. Auffällig ist nicht nur die monumentale Darstellung der beiden Kämpfer, sondern auch ein kleiner grüner Frosch in der rechten unteren Ecke, der 1841 vom Maler Hans Kranzberger hinzugefügt wurde. Dieser soll ein humorvolles Porträt des Freiherrn Anton von Quentel darstellen, der regelmäßig im grünen Frack durch die Goliathstraße ritt.

Die Herkunft des Namens „Goliath“ ist bis heute nicht abschließend geklärt. Belegt ist die Bezeichnung erstmals in einer Kaufurkunde aus dem Jahr 1573. Eine Theorie besagt, dass das Haus einst als Herberge für fahrende Theologiestudenten, sogenannte Goliarden, gedient haben könnte. Eine andere Erklärung verweist auf einen Streit zwischen zwei Kaufleuten – ein stolzer, reicher Goliath und ein bescheidener David, wobei letzterer letztendlich siegte. Diese Deutung spiegelt sich symbolisch im Fresko wider, das bis heute die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zieht.

Das Goliathhaus steht auf den Fundamenten der ehemaligen Römermauer und war bis ins späte Mittelalter Stammsitz der einflussreichen Patrizierfamilie der Thundorfer. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer und wurde auch mehrfach umgebaut. So wurde es Anfang des 20. Jahrhunderts entkernt und in den 1950er Jahren erneut grundlegend modernisiert. Dennoch blieb die Fassade mit dem berühmten Fresko erhalten und macht das Goliathhaus zu einem der bekanntesten und beliebtesten Fotomotive der Stadt.

Die Altstadt von Regensburg mit ihren geschichtsträchtigen Bauten, engen Gassen und kulturellen Schätzen lädt dazu ein, Geschichte hautnah zu erleben. Das Goliathhaus ist dabei nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein Symbol für die lebendige Erzähltradition der Stadt. Mit einem Bewertungsschnitt von 4,6 von 5 Sternen ist es bei Besucherinnen und Besuchern gleichermaßen beliebt – sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristinnen und Touristen aus aller Welt.

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