Kirche/Kloster

Bodendenkmal in Regensburg, #D-3-6938-0816

Albertstraße 14, 93047 Regensburg

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Bodendenkmal in Regensburg, #D-3-6938-0816

Das Bodendenkmal in Regensburg mit der Kennung #D-3-6938-0816 zählt zu den bedeutenden kulturellen und historischen Zeugnissen der Stadt. Es erinnert an den berühmten Astronomen Johannes Kepler, der hier im Jahr 1630 verstarb. Errichtet wurde das Denkmal mehr als ein Jahrhundert später, es zählt somit zu den frühesten Erinnerungssteinen der Stadt an ihre herausragenden historischen Persönlichkeiten. Die Initiative zur Errichtung ging vom Regensburger Gymnasium aus, letztendlich ermöglicht wurde der Bau durch die Unterstützung des Fü rstenprimas Carl von Dalberg und des Grafen Kaspar von Sternberg.

Das architektonische Werk entstand unter der künstlerischen Leitung von Emanuel d’Herigoyen, der ursprünglich einen säulengetragenen Monopteros-Tempel entwarf. Die endgültige Form des Denkmals zeigt einen rechteckigen Tempelbau mit einer kleinen Vorhalle und ovalem Innenraum. Ergänzt wird das Ensemble durch eine Büste Keplers, geschaffen vom Bildhauer Friedrich Döll, sowie einem Relief von Johann Heinrich von Dannecker. Die Materialien – Kalkstein, Carrara-Marmor und roter Marmor – unterstreichen die repräsentative Qualität des Denkmals und zeugen von der Bedeutung, die man dem Werk Keplers beimessen wollte.

Das Denkmal steht in der Regensburger Innenstadt und ist nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Maximilianstraße und verbindet somit historische Erinnerung mit urbaner Erreichbarkeit. Obwohl es sich um ein sakral anmutendes Kulturdenkmal handelt, wird der Ort auch als öffentlicher Raum genutzt. Besucher berichten jedoch von mangelnder Pflege, unangenehmen Gerüchen und einer teilweise unansehnlichen Umgebung, was besonders an warmen Tagen abschreckend wirkt. Hinzu kommen soziale Auffälligkeiten wie Obdachlosigkeit und Drogenkonsum in der näheren Umgebung, die den Eindruck des Ortes trüben.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Keplerdenkmal ein sehenswertes und historisch wertvolles Objekt. Es dokumentiert nicht nur die wissenschaftliche Bedeutung eines der größten Astronomen der Weltgeschichte, sondern auch die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung Regensburgs im frühen 19. Jahrhundert. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass das Denkmal ohne Infotafel auskommt – ein Mangel, der den Besuch für interessierte Personen erschwert, aber dennoch nicht den kulturellen Reiz mindert.

Als eines der ältesten Denkmäler der Stadt nimmt es einen besonderen Platz in der Denkmallandschaft Regensburgs ein. Es ist Teil der von der Bayerischen Denkmalliste erfassten Bodendenkmäler der kreisfreien Stadt und somit unter Denkmalschutz gestellt. Die Stadt Regensburg führt das Denkmal in ihrer Kulturdatenbank auf und würdigt damit seine Rolle als Zeugnis regionaler und überregionaler Geschichte. Interessierte können das Denkmal problemlos zu Fuß erreichen und erhalten so Einblick in die Verbindung von Wissenschaftsgeschichte und städtischer Erinnerungskultur.

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