Kirche/Kloster

Franziskanerkloster St. Kassian, Stadtamhof in Regensburg

St.-Kassians-Platz 1, 93047 Regensburg

Highlights

  • Das Franziskanerkloster St. Kassian in Stadtamhof wurde 1650–1652 erbaut und galt später als eines der prächtigsten Klöster der Region.
  • Die Klosterkirche wurde 1909 abgerissen, an ihrer Stelle entstand ein Wohnhaus, das den Umriss des Chores nachzeichnet.
  • Das Kloster wurde 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst, viele Kunstgegenstände gingen verloren.

Tipps

  • Besonders beeindruckend sind die Rokokoausstattung und die Fresken in der Kirche, die nach jahrelanger Restaurierung wieder in neuem Glanz erstrahlen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Sakral: Franziskanerkloster St. Kassian in Regensburg-Stadtamhof

Die Pfarrkirche St. Kassian in Stadtamhof gehört zu den bedeutendsten sakralen Kulturdenkmälern der Stadt Regensburg und zählt offiziell als die älteste Pfarrkirche der Stadt. Ihre Geschichte reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück, wobei sie urkundlich erstmals erwähnt wurde. Ursprünglich diente sie den Bewohnern innerhalb der römischen Stadtmauern als Pfarrkirche und blieb nach Überlieferung sogar einer verheerenden Feuersbrunst im Jahr 891 verschont. Im Laufe der Jahrhunderte war sie eng verknüpft mit dem Kollegiatstift zur Alten Kapelle, das die Besetzung der Pfarrei maßgeblich beeinflusste.

Im Zentrum der heutigen Kirche steht ein ehemaliges Franziskanerkloster, das im 17. Jahrhundert vom Bischof Kardinal Wilhelm von Wartenberg initiiert wurde. Die Klosterkirche, erbaut unter dem Baumeister Frater Hugolin Partenhauser, galt zeitweise als eine der prächtigsten in der gesamten Ordensprovinz. Sie verfügte über mehrere Altäre, prächtige Ausstattungen und zwei unterirdische Grüfte, in denen bayerische Adelsfamilien bestattet waren. Doch mit der Säkularisation wurde das Kloster 1802 aufgelöst, viele Kunstschätze gingen verloren und die Gebäude fielen nach und nach dem Verfall anheim. Während der Stadtamhofer Schlacht 1809 brannte der größte Teil des Klosterkomplexes nieder und wurde später abgerissen.

Heute erstrahlt die Kirche St. Kassian in neuem Glanz und begeistert Besucher mit ihrer aufwendigen Rokokoausstattung. Die Wände sind mit kunstvollen Fresken geschmückt, die sowohl historische als auch religiöse Motive darstellen. Besonders erwähnenswert ist das Gnadenbild der „Schönen Maria“, das seit dem 18. Jahrhundert als Wallfahrtsort verehrt wird und zahlreiche Wunderheilungen nach sich zog. In der modernen Zeit steht im Mittelpunkt der Marienverehrung die Fatima-Madonna, die den Zweiten Weltkrieg unversehrt überstand. Die Kirche ist zentral in der Altstadt gelegen und bietet nicht nur spirituelle, sondern auch kulturelle Anziehungskraft durch ihre Konzerte und Führungen.

Die Pfarrkirche St. Kassian ist ein lebendiges Zeugnis der langen und bewegten Geschichte Regensburgs. Von ihrer Funktion als erste Pfarrkirche der Stadt bis hin zu ihrer heutigen Rolle als katholische Basilika mit reicher musikalischer und künstlerischer Tradition spiegelt sie die Entwicklung der Region wider. Mit einem hervorragenden Bewertungsdurchschnitt von 4,7 von 5 Sternen wird sie von Besuchern regelmäßig als sehenswert und beeindruckend beschrieben – sowohl im Hinblick auf ihre Architektur als auch ihre innere Gestaltung.

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Häufige Fragen zu Franziskanerkloster St. Kassian, Stadtamhof in Regensburg

Wann wurde das Franziskanerkloster St. Kassian in Stadtamhof gegründet?
Der Bau des Klosters wurde 1650 begonnen und 1652 vollendet. {stand}

Quelle: wikipedia

Was geschah mit dem Kloster während der Säkularisation?
Das Kloster wurde 1802 aufgelöst, viele Kunstgegenstände gingen verloren und die Gebäude kamen teilweise in Privatbesitz. {stand}

Quelle: wikipedia

Welche Funktion hatte die Klosterkirche nach der Auflösung?
Die Kirche diente zunächst als Lagerraum, bevor sie 1909 abgerissen und durch ein Wohnhaus ersetzt wurde. {stand}

Quelle: wikipedia

Wer initiierte den Bau des Franziskanerklosters St. Kassian?
Der Regensburger Bischof Kardinal Wilhelm von Wartenberg regte den Bau an. {stand}

Quelle: wikipedia