Denkmal/Gedenkstätte

Thon-Dittmer-Palais

Haidpl. 8, 93047 Regensburg

Highlights

  • Das Thon-Dittmer-Palais entstand 1781–1809 durch Zusammenfassung zweier gotischer Hausburgen.
  • Es zählt zu den denkmalgeschützten Baudenkmalen Regensburgs und liegt am Haidplatz.
  • Heute dient das Palais überwiegend kulturellen Zwecken nach umfassenden Sanierungen.

Tipps

  • Das Thon-Dittmer-Palais ist ein denkmalgeschütztes Stadtpalais mit klassizistischer Fassade und gotischen Bauelementen im Haidplatz 8, Regensburg.
  • Der Binnenhof beherbergt die gotische Sigismundkapelle sowie barocke und renaissancezeitliche Architekturteile.
  • Heute dient das Palais überwiegend kulturellen Zwecken, nach umfassenden Sanierungen in den 1970er Jahren.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Thon-Dittmer-Palais

Das Thon-Dittmer-Palais befindet sich in der Regensburger Altstadt und zählt zu den bedeutenden Kulturstandorten der oberpfälzischen Stadt. Es steht direkt an der nördlichen Randbebauung des Haidplatzes und vereint auf geschickte Weise mehrere Epochen der Baukunst. Ursprünglich entstand das Palais durch die Zusammenfassung zweier gotischer Patrizierhäuser, die in zwei Bauabschnitten unter klassizistischem Einfluss umgestaltet wurden. Die Fassade des Gebäudes präsentiert sich heute als harmonische Einheit, obwohl sie zwei unterschiedliche Bauphasen aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert umfasst.

Der Bauherr Georg Friedrich von Dittmer ließ zunächst das sogenannte Erlbecksche Haus an der Weingasse umbauen, bevor er rund zwei Jahrzehnte später das benachbarte Alkofersche Haus an der Baumhackergasse erwarb und beide Bauwerke hinter einer gemeinsamen Fassade vereinigte. Bei diesem zweiten Bauabschnitt musste Teile des östlichen Gebäudes abgerissen werden, um eine architektonisch stimmige Verbindung zu schaffen. Unter der Leitung des Baumeisters Emanuel d’Herigoyen entstand so ein repräsentatives Stadtpalais mit vier Flügeln, die einen Innenhof umschließen. In diesem Hof sind noch erhaltene Elemente der Vorgängerbauten zu finden, darunter die gotische Sigismundkapelle, ein Hoferker mit einem Relief liebender Paare sowie ein barockes Vanitas-Portal.

Das Thon-Dittmer-Palais wurde im Jahr 1856 von der Stadt Regensburg erworben, die ursprünglich ein kulturelles und bildungspolitisches Zentrum im Gebäude etablieren wollte. Diese Absicht wurde nur ansatzweise umgesetzt, und das Gebäude wurde in den folgenden Jahrzehnten vielfältig genutzt. In den 1950er Jahren stand es sogar kurz vor dem Abriss, ehe es durch umfangreiche Sanierungsarbeiten erhalten und in den 1960er Jahren zunehmend für kulturelle Zwecke genutzt wurde. Von 1977 bis 1981 erfolgte eine weitere umfassende Restaurierung, bei der unter anderem der Nordflügel abgerissen und neu errichtet wurde.

Heute beherbergt das Palais eine Kunstgalerie und dient als kultureller Veranstaltungsort. Die Räume des Gebäudes sowie der Innenhof werden für Ausstellungen, Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen genutzt. Die Architektur des Hauses spiegelt die Entwicklung der Regensburger Bürgerbaukunst wider – vom Mittelalter über die Renaissance bis hin zum Klassizismus. Als denkmalgeschütztes Baudenkmal unter der Aktennummer D-3-62-verkörpert das Thon-Dittmer-Palais den Wandel der Stadt und ihre reiche baukulturelle Tradition.

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