Ruine

Burgruine Ramspau

93128 Regenstauf

Highlights

  • Die Burgruine Ramspau liegt 10 km nördlich von Regensburg im Regental und ist schwer zu finden.
  • Erste urkundliche Erwähnung der Burg erfolgte 1312, späterer Besitzer war Ludwig Chamerauer.
  • Heute ist die Ruine stark zugewachsen und in schlechtem Zustand, der Zugang ist verboten.

Tipps

  • Von der Schreinerbergseite aus ist der Zustieg schwierig und durch umgestürzte Bäume behindert – geeignet für erfahrene und abenteuerlustige Wanderer.
  • Die Ruine ist baufällig und der Zugang wird nicht empfohlen – der nahegelegene Burgensteig bietet dennoch einen guten Ausgangspunkt für Wanderungen in der Region.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Burgruine Ramspau

Die Burgruine Ramspau liegt im Landkreis Regensburg in der Gemeinde Regenstauf und zählt zu den historischen Zeugnissen der Oberpfalz. Eingebettet in das malerische Regental, etwa zehn Kilometer nördlich der Stadt Regensburg, befindet sich die nur noch teilweise erhaltene Burganlage in einem bewaldeten, schwer zugänglichen Gelände. Die Ruine ist heute weitgehend überwachsen und befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand. Lediglich der unregelmäßig fünfeckige Bergfried ist noch deutlich erkennbar. Die Mauern bestehen aus Bruchstein und sind ohne präzise Eckverblendung errichtet. Der Turm weist innen nur wenig Raum auf, und die einstige Einstiegsseite ist heute großflächig offen.

Die Geschichte der Burg Ramspau ist nur lückenhaft überliefert. Erste urkundliche Erwähnungen eines Ritters von Weichs, der mit „de Ranspaur“ bezeichnet wird, deuten auf eine mittelalterliche Nutzung hin. Die Burg ging vermutlich als Lehen an die Familie Weichs über, nachdem die bayerischen Herzöge einen dort gelegenen Königshof in Besitz genommen hatten. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach. Im 16. Jahrhundert wird die Anlage noch als intakt auf historischen Karten verzeichnet, doch spätestens mit dem Bau des barocken Schlosses Reisach im frühen 18. Jahrhundert wurde sie aufgegeben. Dabei dienten Teile der Burg als Baumaterial für das nahegelegene Schloss.

Die Anlage selbst lag auf einem Gelände, das aufgrund seiner Topographie schwer zu verteidigen war. Ein flacher Graben markiert die Grenze zum Bergplateau, während auf der Hangseite noch Spuren von Gewölben erhalten sind, die auf ehemalige Gebäude schließen lassen. Eine vorgelagerte Terrasse deutet auf einen ehemaligen Zugang oder eine Vorburg hin. Aufgrund der schlechten Erhaltung und der natürlichen Bewuchsung ist heute nur noch wenig von der ursprünglichen Struktur zu erkennen. Der Zugang zur Ruine ist aus Sicherheitsgründen verboten. Die Wege dorthin sind schlecht ausgeschildert, was Besuche erschwert. Lediglich die markante Lage im Regental bietet einen landschaftlich reizvollen Rahmen.

Die Burgruine Ramspau gilt heute als „Lost Place“ und zieht gelegentlich abenteuerlustige Besucher an. Allerdings wird der Zustieg als schwierig beschrieben, insbesondere von der Schreinerbergseite aus, wo umgestürzte Bäume und fehlende Wege das Gelände erschweren. Hinweise auf Privatgrund warnen zudem vor möglichen Konflikten. Die nahegelegenen Sehenswürdigkeiten wie das barocke Schloss Reisach oder die Burgruine Forstenberg bieten dagegen besser erschlossene Ausflugsziele in der Region.

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