Koa Gas
Highlights
- In Reichling genehmigte Wirtschaftsminister Aiwanger 2025 die Suche nach fossilem Gas und verlängerte die Konzession um zwei Jahre.
- Greenpeace und andere Umweltgruppen bekämpfen die Pläne und verweisen auf rechtliche Bedenken sowie Umweltgefahren.
- Im September 2025 überschritten Schadstoffwerte im Grundwasser die zulässigen Grenzen – verursacht durch die Bohrungen.
Tipps
- Besucher können an der Aktion "Koa Gas" in Reichling teilnehmen, um friedlich gegen neue Gasbohrungen zu protestieren.
- Lokale Initiativen bieten Informationen über rechtliche Möglichkeiten, um den Ausbau fossiler Projekte zu stoppen.
- Engagement in Bürgergruppen lohnt sich, um politischen Druck gegen Erdgas-Vorhaben aufzubauen.
Eigenschaften
Koa Gas Reichling – Ausflug zum Kulturdenkmal
Der POI „Koa Gas“ in Reichling im Landkreis Landsberg am Lech ist ein Symbol für den Widerstand der Bevölkerung und von Umweltorganisationen gegen geplante Gasbohrungen in der Region. Die Bezeichnung „Koa Gas“ ist eine bewusste Wortwahl: Sie steht für „KEIN GAS“ – ein klares Zeichen des Protestes gegen die Erschließung fossiler Energien in der Gemeinde. Das ehemalige Bohrloch am sogenannten Feld „Lech“ wurde erneut in den Fokus der Energiewirtschaft gerückt, als die Aufsuchungserlaubnis für Gas im Jahr 2025 verlängert wurde – ein Schritt, der von Umweltschützer:innen scharf kritisiert wird.
Die Aktivitäten im Zusammenhang mit „Koa Gas“ sind eng verknüpft mit der Arbeit von Greenpeace und anderen Initiativen, die sich aktiv gegen neue Gasprojekte in Bayern stellen. In Reichling droht die Erschließung von bis zu 500 Millionen Kubikmetern fossilem Gas in mehr als 3000 Metern Tiefe. Die Bohrungen erfolgen in unmittelbarer Nähe zu sensiblen Ökosystemen und nur einige hundert Meter von der einzigen Trinkwasserquelle der Gemeinde entfernt. Im Jahr 2025 wurden bereits erhebliche Umweltschäden dokumentiert, darunter Überschreitungen von Schwellenwerten im Grundwasser, was auf eine mangelhafte Einhaltung der Auflagen durch die Betreiberfirma hindeutet.
Die Betreiberfirma „Energieprojekt Lech Kinsau 1 Gmbh“, mit Beteiligung der kanadischen Firma MCF Energy, plant weitere Schritte zur Erkundung und mögliche Förderung. „Koa Gas“ hat sich zu einem Sammelpunkt für Bürger:innen und Aktivist:innen entwickelt, die sich für den Schutz der Natur, des Klimas und der Trinkwasserversorgung einsetzen. Die Mahn- und Gedenkstätte steht exemplarisch für den zivilgesellschaftlichen Widerstand gegen die staatliche Unterstützung fossiler Projekte – ein Lichtblick für viele, die sich für eine nachhaltige Zukunft Bayerns einsetzen.
Die rechtliche Lage ist umstritten: Während das bayerische Wirtschaftsministerium die Verlängerung der Konzession genehmigte, sehen Expert:innen und Umweltschutzorganisationen darin einen rechtswidrigen Akt. Ein von Greenpeace in Auftrag gegebenes Gutachten bescheinigt dem Minister die Möglichkeit, Nein zu sagen – eine Handlungsmöglichkeit, die bislang nicht genutzt wurde. „Koa Gas“ steht somit nicht nur für örtlichen Protest, sondern auch für eine breitere gesellschaftliche Debatte über den Ausstieg aus fossilen Energien und den Schutz der Umwelt in Bayern.
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Häufige Fragen zu Koa Gas
Warum wird in Reichling nach Gas gesucht?
Quelle: website
Welche Umweltgefahren bestehen durch die Gasbohrungen in Reichling?
Quelle: website
Wie reagiert Greenpeace auf die Gasprojekte in Reichling?
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Gibt es rechtliche Gründe gegen die Gasbohrungen in Reichling?
Quelle: website