Schalenstein(Oher Gräberfeld)
Highlights
- Oher Gräberfeld in Aumühle beherbergt 20 gut erhaltene bronzezeitliche Grabhügel.
- Der Rundwanderweg führt durch ein Hügelgräberfeld und bietet Einblicke in die Bronze- und Altsteinzeit.
- Archäologische Funde dokumentieren auch ungewollte Grabungen aus den 1960er Jahren.
Tipps
- Beim Besuch des Oher Gräberfelds lohnt sich ein Abstecher zur Infotafel, die interessante Einblicke in die bronzezeitlichen Hügelgräber bietet.
- Der nahegelegene Waldparkplatz dient als guter Ausgangspunkt für die Erkundung der 20 gut erhaltenen Grabhügel.
- Ein Spaziergang lohnt sich besonders für Naturliebhaber, da der Rundwanderweg durch einen malerischen Wald führt.
Eigenschaften
Über Schalenstein(Oher Gräberfeld)
Der Schalenstein (Oher Gräberfeld) befindet sich im Ortsteil Aumühle des Kreises Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Es handelt sich um eine bedeutende archäologische Stätte, die Teil des größten Hügelgräberfeldes in Südstormarn ist. Insgesamt lassen sich auf dem Gelände rund 20 gut erhaltene Grabhügel aus der Bronzezeit sowie ein langzeitiges Langbett aus der Steinzeit identifizieren. Die Lage auf einer Anhöhe mit Blickrichtung zur Bille war strategisch und symbolisch gewählt und spiegelt die Bedeutung des Ortes für die damaligen Bewohner wider.
Die Entdeckung und Dokumentation der Gräber fand besonders nach den 1960er Jahren statt, als Sandabbauarbeiten einen der größeren Grabhügel beschädigten. Archäologen nutzten die Gelegenheit, um die ungewollte Freilegung zu dokumentieren und wertvolle Erkenntnisse über die Bestattungskultur der Bronzezeit zu gewinnen. Die Funde verdeutlichen den kulturellen Reichtum und die handwerkliche Geschicklichkeit der frühen Bevölkerung. Informative Tafeln am Gelände bieten Einblicke in die verschiedenen Epochen und die Geschichte der archäologischen Untersuchungen.
Der Schalenstein ist über einen Rundwanderweg erschließbar, der sich durch das Waldgebiet nördlich von Reinbek-Ohe führt. Der Weg beginnt am Waldparkplatz an der Großen Straße und ermöglicht einen Rundgang durch verschiedene Epochen – von der Altsteinzeit bis zur Bronzezeit. Dabei verbindet sich die Auseinandersetzung mit der Urgeschichte mit Momenten der Ruhe und Naturbeobachtung im Wald. Die Stätte sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und die geschichtsträchtige Landschaft bewusst wahrzunehmen.
Besucher berichten, dass der Ort sowohl für kurze Abstecher als auch für längere Aufenthalte im Freien geeignet ist. Einige Gäste erinnern sich daran, den Ort bereits in Kindertagen mit Familienangehörigen besucht zu haben, während andere die neu errichteten Infotafeln und die markierte Route als Bereicherung empfinden. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,7 von 5 Sternen bei insgesamt 20 Bewertungen wird die Stätte als lohnenswertes Kulturdenkmal wahrgenommen.