Denkmal/Gedenkstätte

IV. Lichtloch des Rothschönberger Stolln

Badstraße 1, 09629 Reinsberg

Tipps

  • Beim Besuch des IV. Lichtloch des Rothschönberger Stolln in Reinsberg lohnt sich die Kombination mit der gut ausgeschilderten Grabentour vor Ort.
  • Anlässlich besonderer Veranstaltungen wie dem Tag der Schauanlagen können Führungen und praktische Vorführungen geboten werden.
  • In der Scheune ist ein originaler Holzkahn zu sehen, der zur Befahrung des Stollns genutzt wurde – sehenswert für Technikinteressierte.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal IV. Lichtloch Rothschönberger Stolln Reinsberg

Das IV. Lichtloch des Rothschönberger Stollns in Reinsberg ist ein bedeutendes Zeugnis des sächsischen Bergbaus und zählt heute zu den Kulturdenkmälern der Region Mittelsachsen. Es ist Teil des Rothschönberger Stollns, eines Wasserlösungsstollns, der zwischen dem Freiberger und Brander Bergrevier verläuft und mit einer Gesamtlänge von über 50 Kilometern zu den größten untertägigen Wasserleitungen Sachsens zählt. Ursprünglich mit acht Lichtlöchern ausgestattet, sind heute nur noch drei inklusive ihrer Huthäuser erhalten – darunter das IV. Lichtloch in Reinsberg, das seitens des Vereins „Viertes Lichtloch des Rothschönberger Stollns e.V.“ liebevoll gepflegt und für Besucher erlebbar gemacht wird.

Der Rothschönberger Stolln wurde im 19. Jahrhundert errichtet, um die Grubenwässer aus dem Erzgebirge abzuleiten und damit tieferliegende Erzgänge wieder förderbar zu machen. Das IV. Lichtloch diente dabei als einer der Zugangspunkte zur Kontrolle und Wartung des Stollensystems. Technisch bemerkenswert ist die konstante, geringe Neigung des Stollns, die eine Befahrung mit Booten ermöglichte. Die Bauarbeiten erfolgten sowohl in staatlicher Trägerschaft als auch durch private Bergwerksbetriebe, was die wirtschaftliche und technische Bedeutung des Vorhabens unterstreicht. Heute zählt der Rothschönberger Stolln zum UNESCO-Welterbe „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ und dokumentiert eindrucksvoll die historische Bergbaukultur der Region.

Das IV. Lichtloch in Reinsberg umfasst ein authentisch erhaltenes Gebäudeensemble, bestehend aus Schachtgebäude, Huthaus, Bergschmiede, Bergzimmerei sowie ehemaligen Wasserrädern. Diese Anlage diente einst der Überwachung und Instandhaltung des Stollens und ist heute Schauplatz vielfältiger kultureller und bildender Aktivitäten. Der zugehörige Verein engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich für die Erhaltung und Pflege der historischen Substanz. Zu besonderen Anlässen wie dem Tag des offenen Denkmals oder der Bergbauolympiade laden die „Vereinsmuttis“ mit Kaffee, Kuchen und fachkundigen Führungen Gäste herzlich ein, die Geschichte des Bergbaus hautnah zu erleben.

Neben der Besichtigung der historischen Gebäude bietet sich auch eine Wanderung entlang der sogenannten „Grabentour“ an, die gut ausgeschildert die landschaftliche und technische Dimension des Stollens aufzeigt. Im Huthaus finden zudem wechselnde Ausstellungen statt, darunter Werke regionaler Künstler wie Hans Söding. Besucher können sowohl die Oberflächenanlagen als auch Teile des unterirdischen Stollens erkunden, sofern Führungen angeboten werden. Die enge Verzahnung von Regionalgeschichte, Technik und Vereinsleben macht das IV. Lichtloch zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Interessierte aller Altersgruppen.

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Häufige Fragen zu IV. Lichtloch des Rothschönberger Stolln

Was ist das IV. Lichtloch des Rothschönberger Stolln?
Das IV. Lichtloch ist eines der acht Lichtlöcher des Rothschönberger Stollns, ein historischer Wasserlösungsstolln im Erzgebirge. Es dient zur Entwässerung von Grubenwasser und ist heute mit einem Huthaus erhalten. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wo befindet sich das IV. Lichtloch?
Das IV. Lichtloch befindet sich in Reinsberg im Landkreis Meißen, nahe der Triebisch. Es ist Teil des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Funktion hat das IV. Lichtloch heute?
Heute dient das IV. Lichtloch neben seiner historischen Bedeutung als Schauanlage. Der Verein 'Viertes Lichtloch des Rothschönberger Stollns e.V.' bietet Führungen und Ausstellungen zur Bergbaugeschichte. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wie viele Lichtlöcher des Rothschönberger Stollns sind noch erhalten?
Von den ursprünglich acht Lichtlöchern sind heute noch drei mit ihren Huthäusern erhalten: das IV. Lichtloch in Reinsberg sowie das VII. und VIII. Lichtloch bei Halsbrücke. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia