Museum für moderne Keramik
Highlights
- Internationale Keramik-Sammlung mit 1.587 Objekten zeigt deutsche und globale Entwicklungen seit 1950–1990.
- Seit 2005 präsentiert das Museum im Schloss Ludwigshöhe Gewölbekeller als Schaudepot mit Vitrinen-Ausstellung.
- Die Sammlung Hinders/Reimers dokumentiert Keramik-Trends der BRD und internationale Meisterwerke des 20. Jahrhunderts.
Tipps
- Die Ausstellung zeigt in sieben Vitrinen vor den Gewölbekellern eine Auswahl der Sammlung Hinders/Reimers, die die keramische Entwicklung der Bundesrepublik ab 1950 dokumentiert.
- Die Präsentation umfasst 1.587 Werke deutscher und internationaler Keramiker, die von der Galeriearbeit Hinders und Reimers systematisch zusammengestellt wurden.
- Der Besuch der Gewölbekeller des Schlosses Villa Ludwigshöhe ermöglicht einen Einblick in die historische Lagerung und Bewahrung der Sammlung seit 1993.
Eigenschaften
Moderne Keramik im Museum Villastraße
Das Museum für moderne Keramik in der Villastraße beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Keramik Deutschlands. Seit seiner Gründung dokumentiert es die Entwicklung der Keramikkunst von den 1950er- bis zu den 1990er-Jahren in der Bundesrepublik – ergänzt durch Werke internationaler Künstler. Die Sammlung geht auf den Keramiker Jakob Wilhelm Hinder zurück, der sie ab den 1950er-Jahren mit seiner Mitarbeiterin Lotte Reimers systematisch aufbaute. Nach ihrem Tod 1976 übernahm das Land Rheinland-Pfalz die Sammlung, die heute rund 1.587 Objekte umfasst und sowohl deutsche als auch internationale Positionen umfasst.
Das Museum präsentiert seine Schätze in den historischen Gewölbekellern der Villa Ludwigshöhe, die als neues Domizil seit 2005 dient. Im Vorraum zeigen sieben Vitrinen ausgewählte Werke aus der Sammlung, die die Vielfalt der Materialien und Formen der modernen Keramik illustrieren. Von funktionalen Alltagsgegenständen bis zu skulpturalen Objekten spiegeln die Exponate die kreative Freiheit und experimentellen Ansätze der Epoche wider. Besonders hervorzuheben sind die Werke von Lotte Reimers, deren lebenslange Arbeit die Sammlung prägt.
Die Geschichte der Sammlung reicht bis in die 1920er-Jahre zurück, als Hinder bereits erste Ausstellungen organisierte. Nach einer Ausstellungstournee durch Nord- und Westdeutschland siedelten sich die beiden 1961 in Deidesheim an und richteten dort ein eigenes Museum ein. Obwohl Hinder die Übergabe der Sammlung an das Land nicht mehr vollziehen konnte, setzte Reimers die Arbeit fort – durch Vorträge, Ausstellungen und die kontinuierliche Erweiterung des Bestands. Nach der Übernahme durch Rheinland-Pfalz wurde die Sammlung in verschiedenen Museen gezeigt, darunter das Landesmuseum Mainz und das Internationale Keramik-Museum Weiden.
Das Museum bleibt auch heute ein Ort der Auseinandersetzung mit der Keramikkunst. Regelmäßig finden Sonderausstellungen statt, die aktuelle Perspektiven auf die Sammlung eröffnen. Ein besonderer Höhepunkt ist die geplante Sonderausstellung „Lotte Reimers – Keramik aus 50 Jahren. Leidenschaft für den Ton“, die ab 2025 die Werkentwicklung der Keramikerin und ihre prägende Rolle in der Sammlung beleuchtet. Damit bleibt das Museum nicht nur ein Archiv der Vergangenheit, sondern ein lebendiger Ort der künstlerischen Reflexion.