Museum

Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V.

Martin-Luther-Straße 61, 42853 Remscheid

Highlights

  • Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall zeigt Ausstellungen zu Remscheider Juden, Sinti und Roma sowie Deserteuren und Bewährungssoldaten.
  • Seit 2017 dokumentiert die Einrichtung mit Tafeln und Projekten wie dem ‚Freundbaum‘ lokale Opfergruppen – Forschung läuft kontinuierlich weiter.
  • Rollstuhlgerechter Parkplatz; Führungen kostenfrei, basierend auf historischen Recherchen der Geschichts-AG der EMMA-Schule.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch der Gedenk- und Bildungsstätte für alle Besucherinnen und Besucher.
  • Die aktuellen Ausstellungen behandeln Themen wie die Geschichte der Remscheider Juden, Sinti und Roma sowie Deserteure und Bewährungssoldaten.
  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe der Gedenkstätte zur Verfügung, um die Anreise zu erleichtern.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Museum Remscheid: Gedenkstätte Pferdestall

Die Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V. ist ein bedeutender Ort der Erinnerung und Aufklärung in Remscheid. Eingebettet in den historischen Pferdestall, der einst Teil der städtischen Infrastruktur war, widmet sich die Einrichtung der Aufarbeitung lokaler Geschichte – insbesondere der Schicksale verfolgter und marginalisierter Gruppen. Durch kontinuierliche Forschungsarbeit, vorangetrieben von der Geschichts-AG der EMMA, werden hier Ausstellungen konzipiert, die das kollektive Gedächtnis Remscheids erweitern.

Ein zentraler Fokus liegt auf der Erinnerung an die jüdische Geschichte der Stadt. Bereits seit 2017 präsentiert die Gedenkstätte mit eigenen Tafeln die Biografien der jüdischen Opfer, die während der NS-Zeit ihr Leben verloren. Ergänzt wird dies durch die Gedenktafel und den „Freundbaum“ im Eingangsbereich der EMMA, die an Persönlichkeiten wie Simon Häusler, Helmut Lazer und Jakob Mandelbaum erinnern – Initiativen, die aus schulischer Forschung entstanden. Diese Elemente verbinden lokale Bildungsarbeit mit öffentlicher Erinnerungskultur.

Neben der jüdischen Geschichte widmet sich die Gedenkstätte auch anderen verfolgten Minderheiten. Ausstellungen zu den Sinti und Roma sowie zu Deserteuren und Bewährungssoldaten zeigen die Vielfalt der Unterdrückungsmechanismen im 20. Jahrhundert. Durch die systematische Aufarbeitung dieser Themen wird ein differenziertes Bild der regionalen Geschichte vermittelt, das oft über die klassischen Narrative hinausgeht. Die Ausstellungen sind Ergebnis langjähriger Recherchen und werden regelmäßig aktualisiert.

Besucher:innen können die Ausstellungen kostenfrei erkunden, da die Gedenkstätte auf Eintritt verzichtet. Der Ort eignet sich besonders für Schulklassen, historische Arbeitsgruppen oder alle, die sich für die Aufarbeitung lokaler Erinnerungskultur interessieren. Durch die rollstuhlgerechte Gestaltung des Geländes ist der Pferdestall barrierefrei zugänglich, was die Zugänglichkeit für ein breites Publikum sichert. Die Gedenk- und Bildungsstätte leistet damit einen wichtigen Beitrag zur lebendigen Geschichtskultur in Remscheid.

Die Arbeit der Gedenkstätte ist eng mit der Geschichts-AG der EMMA verknüpft, die auch über die Corona-Pandemie hinaus neue Ausstellungen vorbereitet. So werden weitere Opfergruppen und Aspekte der Remscheider Geschichte in den Fokus rücken – ein Zeichen dafür, dass die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit hier kontinuierlich fortgeführt wird. Der Pferdestall bleibt damit nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein lebendiger Raum für Bildung und Dialog.

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