Wanderweg

Hölle

Postfelden 20, 93191 Rettenbach-Postfelden

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Hölle liegt vier Kilometer südwestlich von Falkenstein zwischen Brennberg und Rettenbach.
  • Es umfasst ein 600 Meter langes Felsental des Höllbachtales mit mächtigen Gneis- und Granitblöcken aus der Eiszeit.
  • Das Tal gehört zu den Bachtälern im Falkensteiner Vorwald und ist Teil des FFH-Gebiets sowie von Natura 2000.

Tipps

  • Gute Wanderstiefel empfehlen, da der Weg über Felsen und nasse Schrägen führt.
  • Zweites Paar Schuhe mitnehmen, falls man im Wasser landet.
  • Auf Wurzeln, Felsblöcke und fehlende Beschilderung achten.

Eigenschaften

Kinderwagengeeignet Outdoor Familie Aktiv Entspannt Ganzjährig

Über Hölle

Die Hölle ist ein Naturschutzgebiet im Ortsteil Postfelden der Gemeinde Rettenbach im Landkreis Cham in der südlichen Oberpfalz. Gelegen im Falkensteiner Vorwald, zählt das rund 600 Meter lange Talabschnitt des Höllbachs zu den eindrucksvollsten Felsentälern der Region. Es erstreckt sich hauptsächlich im Gebiet von Rettenbach, lediglich ein kleiner Teil gehört zur Nachbargemeinde Brennberg. Das Gelände ist geprägt von mächtigen Gneis- und Granitblöcken, die während der letzten Eiszeit durch Wollsackverwitterung entstanden und heute zu einem markanten Blockmeer zusammengefügt sind. Diese geologische Besonderheit ist auch der Grund für den Namen des Tals – „Hölle“ – der auf die dramatische, wildromantische Landschaft hinweist.

Das Tal wird vom Höllbach durchflossen, einem Nebenarm der Wiesent, der hier aus zahlreichen Quellbächen gespeist wird. Im Lauf seines Tales schlängelt sich der Bach zwischen den Felsen hindurch, bildet kleine Wasserfälle und Kaskaden und schafft ein feucht-kühles Mikroklima. Diese Bedingungen begünstigen den Erhalt seltener Pflanzen- und Tierarten. Der Wald rund um das Tal besteht überwiegend aus widerstandsfähigem Lindenwald, der den natürlichen Gegebenheiten standhält und im Gegensatz zu Fichten oder Buchen besser mit Eisgängen und Hochwasserereignissen umgehen kann. Totholz wird im Naturschutzgebiet bewusst belassen, um die natürliche Dynamik des Ökosystems zu erhalten.

Das Gelände ist als Wandergebiet beliebt und wird von einem Rundweg erschlossen, der sich den natürlichen Geländeverhältnissen anpasst. Aufgrund der teilweise steilen, feuchten und felsigen Wege ist eine gute Trittsicherheit erforderlich. Der Weg ist nicht barrierefrei und nicht für Rollstühle oder Kinderwagen geeignet. Besucher berichten von einer landschaftlichen Schönheit, die trotz der teilweise mangelhaften Beschilderung überzeugt. Die Felsen erfordern beim Begehen Konzentration, da nasse Stellen, Wurzeln und lose Steine häufig vorkommen. Dennoch wird das Gebiet als lohnendes Ausflugsziel für Naturliebhaber beschrieben, die kürzere, aber abwechslungsreiche Wanderungen bevorzugen.

Das Naturschutzgebiet ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 und liegt innerhalb des größeren FFH-Gebiets „Bachtäler im Falkensteiner Vorwald“. Es genießt einen hohen Schutzstatus, der den Erhalt seiner natürlichen Strukturen sichert. Obwohl ein Teil des Wassers zur Stromgewinnung umgeleitet wird, bleibt das Ökosystem weitgehend intakt. Die beeindruckende Felsenlandschaft, die frische Bergluft und der Klang des rauschenden Wassers machen die Hölle zu einem besonderen Naturerlebnis im südlichen Bayerischen Wald.

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