Aussichtsturm

Koppel

53619 Rheinbreitbach

Highlights

  • Die Koppel ist ein 136,1 Meter hoher Berg in Rheinbreitbach, direkt oberhalb des Ortszentrums gelegen.
  • Sie gehört zum Rheinischen Schiefergebirge und bietet bei klarem Wetter Sicht bis zum Kölner Dom.
  • Früher weinbestandene Flächen und das historische Koppelkreuz prägen die Geschichte des Berges.

Tipps

  • Der Aufstieg zur Koppel lohnt sich besonders für Wanderer und Mountainbiker, die einen guten Ausblick auf den Rhein und das Umland suchen.
  • Vom Gipfelplateau aus sind bei klarem Wetter weite Sichtweiten möglich, inklusive des Kölner Doms und der Eifelregion.
  • Die gut gepflegten Wege und Infotafeln machen den Besuch auch für Familien mit Kindern attraktiv.

Eigenschaften

Familie Ganzjährig

Über Koppel

Die Koppel ist eine 136,1 Meter über Normalhöhennull liegende Erhebung unmittelbar oberhalb des Ortszentrums von Rheinbreitbach im Landkreis Neuwied, Rheinland-Pfalz. Geographisch gesehen erhebt sich der Berg spornartig zwischen dem Lötzelingstal im Norden und dem Tal des Breitbachs im Süden und fungiert als Hausberg der Gemeinde. Naturräumlich zählt die Koppel zur Linzer Terrasse innerhalb der Mittelrheinischen Bucht und bietet bei klaren Sichtverhältnissen weite Ausblicke, unter anderem bis zum Kölner Dom und tief in die Eifel hinein.

Der Gipfel der Koppel ist durch ein markantes Koppelkreuz gekennzeichnet, das erstmals im Jahr 1844 von Rheinbreitbacher Junggesellen errichtet wurde. Das ursprüngliche Holzkreuz wurde 1891 durch ein Eisenkreuz ersetzt, das später mehrfach erneuert wurde. Auf dem Gipfelplateau befinden sich zudem Gedenktafeln für die Opfer beider Weltkriege sowie eine Umfassungsmauer, die 1933 errichtet wurde. Die Fläche um das Kreuz dient den Einwohnern von Rheinbreitbach auch als traditioneller Sammelplatz zu besonderen Anlässen wie Weihnachten oder Ostern.

Historisch war die Koppel bis in die Nachkriegszeit weinbestanden, wobei die Weinlagen unter anderem den Namen „Koppel“ und „Unterm Heilig“ trugen. An der nördlichen Hangseite, damals als „Koppelsheck“ bekannt, wurde Ramholz zur Herstellung von Rebpfählen gewonnen. Diese spezielle Waldwirtschaftsform war im unteren Mittelrheingebiet weit verbreitet und diente sowohl der Gewinnung von Pfählen für den Weinbau als auch von Brennholz. Nach dem Zweiten Weltkrieg endete der Weinanbau allmählich, und die Flächen verwilderten zunehmend.

Heute ist die Koppel ein beliebter Aussichtspunkt mit gutem Zugang für Wanderer und Mountainbiker. Der Weg zum Gipfel verlangt jedoch ein gewisses Maß an körperlicher Fitness, da der Aufstieg direkt vom Ortszentrum aus erfolgt. Auf dem Plateau sind mehrere Infotafeln angebracht, die über die Geschichte des Ortes und des Kreuzes informieren. Die gepflegte Anlage lädt zur Verweildauer ein und bietet sowohl Einheimischen als auch Gästen einen lohnenswerten Blick über das Rheintal bis hin zum Rhein und in Richtung Bonn.

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