Archäologische Stätte

Abschnittswall Brohl-Lützing

56656 Brohl-Lützing

Highlights

  • Die Anlage besteht aus zwei parallel verlaufenden Wällen mit jeweils vorgelagertem Graben im Abstand von 75 Metern.
  • Sie zählt zu den einfachen Abschnittswällen und unterscheidet sich durch ihre lineare Anordnung von typischen Ringwällen.

Tipps

  • Besucher können den markierten Pfad vom Hochplateau aus folgen, um die zwei eisenzeitlichen Wälle des Abschnittswalls Brohl-Lützing zu erreichen.
  • Ein schmaler Fußweg führt steil ins Tal hinab und bietet Blickpunkte mit Sehenswerten über den Rhein.
  • Die nahegelegene Burg Brohleck ist für Veranstaltungen zugänglich und kann bei Terminanfragen kontaktiert werden.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Archäologischer Ausflug Abschnittswall Brohl-Lützing

Der Abschnittswall Brohl-Lützing ist eine bedeutende eisenzeitliche Befestigungsanlage in der Gemarkung der Ortsgemeinde Brohl-Lützing im Landkreis Ahrweiler. Diese archäologische Stätte liegt auf einem Hochplateau, das von den Flüssen Brohlbach und Rhein begrenzt wird. Die Anlage besteht aus zwei parallelen Wällen mit jeweils einem vorgelagerten Graben, die etwa 75 Meter voneinander entfernt angelegt sind. Aufgrund ihrer Bauweise und topografischen Lage wird sie als einfacher Abschnittswall eingeordnet – eine Form der vorgeschichtlichen Befestigungsanlagen, die typischerweise einen Bergsporn quer zur Landschaft abschneiden. Ihre Entstehung wird etwa ins 6. Jahrhundert vor Christus datiert.

Die archäologische Einordnung des Abschnittswalls erfolgte durch frühere Forschungen, darunter eine Typologie von Paul Steiner, die verschiedene Formen vorgeschichtlicher Befestigungsanlagen unterscheidet. Im Gegensatz zu Ringwällen oder Ringwallabschnitten folgt der Wall in Brohl-Lützing nicht einer ringförmigen Struktur, sondern bildet ein lineares Befestigungssystem. Beide Gräben sind in gleicher Anordnung nach Süden gerichtet, was auf eine strategische Ausrichtung hindeutet. Obwohl bisher keine vorgeschichtliche Bebauung nachgewiesen wurde, wird die Anlage als Teil eines größeren Verteidigungssystems im Kontext keltischer Siedlungsstrukturen interpretiert.

In unmittelbarer Nähe befindet sich die historische Burg Brohleck, die heute als Veranstaltungsstätte genutzt wird. Diese Burg, erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt, thront über dem Rheintal und bietet einen beeindruckenden Blick auf den Fluss und die umliegende Landschaft. Ihre romantische Atmosphäre und ihre lange Geschichte machen sie zu einer beliebten Location für Hochzeiten, Geburtstage und kulturelle Veranstaltungen im Kreis Ahrweiler. Die Kombination aus archäologischem Erbe und mittelalterlichem Flair macht Brohl-Lützing zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Kultur- und Geschichteinteressierte.

Der Abschnittswall Brohl-Lützing ist auch in regionalen Kartenwerken verzeichnet, darunter eine Geländekarte aus dem Jahr 1915 sowie spätere Kartierungen des Landesamts für Vermessung Rheinland-Pfalz. In der Liste der Naturdenkmale der Gemeinde wird auf eine mögliche keltische Ringanlage auf dem Diktberg verwiesen, doch die tatsächliche Bauform entspricht eher einem Abschnittswall. Die Anlage ist heute überwiegend landschaftlich geprägt und nur noch durch ihre Wall- und Grabenstrukturen sichtbar. Ein ehemaliger Pfad führt von nördlich gelegenen Gebieten heran und endet heute als schmaler Fußweg, der steil ins Tal hinunterführt.

In der näheren Region, insbesondere im benachbarten Bad Breisig, finden sich weitere vorgeschichtliche Befestigungsanlagen wie die Ringwallanlage Reuterslei und die mutmaßliche Fliehburg Auf dem Hahn. Diese Anlagen zeugen von einer breitgefächerten Verteidigungslandschaft entlang des Mittelrheins. Der Abschnittswall Brohl-Lützing fügt sich in dieses Netzwerk ein und verdeutlicht die strategische Bedeutung dieses Gebiets bereits in der Eisenzeit. Heute lädt die Stätte zu Erkundungsgängen und kulturhistorischen Exkursionen ein und verbindet eisenzeitliche Archäologie mit der mittelalterlichen Geschichte der Region.

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Häufige Fragen zu Abschnittswall Brohl-Lützing

Was ist der Abschnittswall Brohl-Lützing?
Der Abschnittswall Brohl-Lützing ist eine eisenzeitliche Befestigungsanlage auf einem Hochplateau nahe Brohl-Lützing. Sie besteht aus zwei parallel verlaufenden Wällen mit jeweils einem vorgelagerten Graben. {stand}

Quelle: wikipedia

Wann wurde der Abschnittswall Brohl-Lützing errichtet?
Die Entstehung des Abschnittswalls wird auf das 6. vorchristliche Jahrhundert datiert. {stand}

Quelle: wikipedia

Wie unterscheidet sich der Abschnittswall von einer Ringanlage?
Im Gegensatz zu Ringanlagen ist der Abschnittswall nicht ringförmig angelegt, sondern verläuft quer über einen Geländesporn. Die beiden Wälle bei Brohl-Lützing liegen parallel zueinander und bilden kein geschlossenes System. {stand}

Quelle: wikipedia

Gibt es archäologische Funde oder Beweise für eine Besiedlung?
Bisher konnten keine vorgeschichtlichen Bebauungen oder konkreten archäologischen Funde am Abschnittswall Brohl-Lützing nachgewiesen werden. {stand}

Quelle: wikipedia

Wie kann man den Abschnittswall Brohl-Lützing erreichen?
Ein Pfad führt vom Alkerhof oberhalb Fornich in nördlicher Richtung zu den Wällen. Heute endet dieser als Feldweg und setzt sich als schmaler Fußpfad durch das steile Gelände ins Tal fort. {stand}

Quelle: wikipedia