Glockenspiel im Rumpel
Highlights
- Das Glockenspiel im Rumpel zeigt täglich um 9, 12, 15 und 17 Uhr eine Geiss, die die Stadtmauer entlang läuft.
- Es erinnert an die Sage vom listigen Schneider, der Rheinfelden im 30-jährigen Krieg vor den Schweden rettete.
- Die Geiss ist das Maskottchen der Stadt und Symbol für kinderfreundliche Sehenswürdigkeiten in Rheinfelden.
Tipps
- Das Glockenspiel im Rumpel läuft täglich um 9, 12, 15 und 17 Uhr – pünktlich hingehen lohnt sich.
- Ein Besuch eignet sich besonders für Familien mit Kindern, da die Sage vom listigen Schneider kindgerecht erzählt wird.
- Direkt vor Ort gibt es verschiedene Parkmöglichkeiten, die Altstadt ist jedoch autofrei und vom Bahnhof zu Fuß erreichbar.
Eigenschaften
Über Glockenspiel im Rumpel
Das Glockenspiel im Rumpel zählt zu den bekanntesten kulturellen Sehenswürdigkeiten der Stadt Rheinfelden im Landkreis Lörrach, Baden-Württemberg. Es befindet sich an der Nordseite des historischen Gebäudes „zum Schiefen Eck“ und erinnert mit einer bewegten Darstellung an eine lokale Sage aus dem 30-jährigen Krieg. In der Erzählung rettete ein listiger Schneider die Stadt vor den Schweden, indem er sich in das Fell einer Ziege – regional auch „Geiss“ genannt – nähte und auf den Stadtmauern herumspazierte. Der Anblick des vermeintlich gut gemästeten Tieres überzeugte die belagernden Truppen schließlich, die Stadt zu verschonen. Die Geiss ist bis heute ein Symbol Rheinfeldens und wird an verschiedenen Stellen der Altstadt in Stein oder Kunststoff dargestellt.
Das Glockenspiel selbst ist besonders bei Familien mit Kindern beliebt. Vier Mal täglich bewegt sich die Geiss mit musikalischer Untermalung durch das mechanische Szenenbild, das die historische Rettung der Stadt nachspielt. Die Bewegung des Tiers auf der „Stadtmauer“ wird dabei von einem Glockenspiel begleitet, das sowohl optisch als auch akustisch für eine besondere Atmosphäre sorgt. Die Darbietung dauert jeweils nur wenige Minuten, zieht jedoch Besucher jeden Alters an. Wer zur falschen Uhrzeit kommt, verpasst die Aufführung, wie einige Gäste bereits feststellten.
Der Standort des Glockenspiels im sogenannten „Rumpel“ ist eng mit der historischen Stadtstruktur verbunden. Der Name „Rumpel“ lässt sich nicht eindeutig erklären, mögliche Herkünfte reichen von Geräuschen auf dem Kopfsteinpflaster bis hin zu abgestelltem Gerümpel der Anwohner. Auffällig sind die zahlreichen Abweissteine an den Hausecken, die einst Fuhrwerke daran hindern sollten, zu nahe an die Gebäude heranzukommen. Diese architektonischen Details tragen zum historischen Charakter des Viertels bei und ergänzen das Gesamtbild der rheinfelderischen Altstadt.
Das Glockenspiel ist Teil eines breiteren kulturellen Erbes der Stadt, das auch in speziellen Führungen für Familien vermittelt wird. Die sogenannte „Familienführung: der listige Schneider“ erzählt die Sage kindgerecht und führt durch verschiedene Stationen der Altstadt. Neben dem historischen Erzählwert bietet das Glockenspiel im Rumpel auch einen Einblick in die lokale Identifikation mit dem Tier der Geiss – ein Motiv, das in Rheinfelden weit über das Glockenspiel hinaus präsent ist, etwa in der benachbarten „Geissengasse“ oder bei den lebenden Geissen beim Storchennestturm.