Kirche/Kloster

St. Peter und Paul

86510 Ried

Highlights

  • St. Peter und Paul in Ried ist eine spätgotische Filialkirche mit barocken Ergänzungen und Denkmalstatus.
  • Die Kirche verfügt über einen oktogonalen Turm aus dem 17. Jahrhundert und einen Hochaltar von Georg Wunderl aus 1667.
  • Im 18. Jahrhundert entstanden Sakristei und Vorhalle; 1906 wurde die Kirche zur Grabkapelle umgewandelt.

Tipps

  • Die spätgotische Kirche St. Peter und Paul in Ried ist denkmalgeschützt und bietet eine interessante Baugeschichte mit barocken Ergänzungen.
  • Der oktogonale Turm und die Sakristei aus dem 18. Jahrhundert sind sehenswerte architektonische Elemente.
  • 1991 wurde die Kirche konservatorisch restauriert, um den barocken Glanz teilweise wiederherzustellen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Peter und Paul

Die Kirche St. Peter und Paul befindet sich im ortsteil Rieden, das zum bayerischen Landkreis Aichach-Friedberg gehört. Die spätgotische Filialkirche hat eine wechselvolle Geschichte und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und ergänzt. Obwohl heute keine archäologischen oder urkundlichen Hinweise auf Vorgängerbauten vorliegen, wird aufgrund des Patroziniums – Peter und Paul – sowie der Form des Altarstipes auf ein hohes Alter geschlossen. Die Kirche steht unter Denkmalschutz und zählt heute zu den sakralen Kulturdenkmälern Bayerns.

Die Bauhistorie reicht weit zurück. Bereits im 13. Jahrhundert befand sich Rieden im Besitz der Wittelsbacher, bevor es später unter anderem in klösterliche Hände wechselte. 1904 gelangte es erneut an das Haus Wittelsbach, was sich bis heute in Form von Grabdenkmälern und Familiengräbern niederschlug. Der oktogonale Turm entstand im Zuge barocker Umbauten, ebenso wie die Sakristei und die südliche Vorhalle. In den 1950er und 1960er Jahren wurde die Kirche grundlegend renoviert, wobei barocke Stuckaturen, Fresken und Inventar entfernt wurden. Eine umfassende Restaurierung in den 1990er Jahren brachte Teile des barocken Schmucks zurück.

Die Kirche ist eine kleine, einschiffige Saalkirche mit trapezförmig auslaufendem Chor. Im Inneren trennt ein schmiedeeisernes Gitter den Vorbereich unter dem Turm vom Hauptkirchenschiff. Deckenmalereien in Tondurchmesserform zeigen die vier Evangelisten. Die Bänke stammen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Blickfang ist der Hochaltar aus dem 17. Jahrhundert, geschaffen von Georg Wunderl. Er zeigt den hl. Petrus vor vergoldetem Hintergrund, flankiert von den Heiligen Erasmus und Nikolaus. Der reich verzierte barocke Aufbau wird von korinthischen Säulen und Girlanden getragen.

Im Mittelpunkt des Kirchenraums befindet sich das aus rotem Marmor gefertigte Grabmal der Prinzessin Mathilde von Bayern, einer Tochter von König Ludwig III., die 1906 im Alter von 28 Jahren verstarb. Ihre liegende Figur in Trauerkleidung ist Ausdruck des persönlichen und historischen Gewichts, das die Kirche bis heute trägt. Die Sakristei im Osten sowie die barocken Fensterformen runden das stimmungsvolle Bild ab. Die klare räumliche Struktur und die harmonische Verbindung verschiedener Epochen prägen das Erscheinungsbild des Gotteshauses.

Besucher loben die Sauberkeit und dekorative Gestaltung der Kirche. Mit fünf von fünf Sternen bewerteten acht Nutzern die St. Peter und Paul als „sehr schöne kleine Kirche“. Die sakrale Architektur und die stille Atmosphäre laden zur Besinnung ein. Die Kirche ist ein Zeugnis regionaler Geschichte und religiöser Tradition im bayerischen Umland von Starnberg.

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