HAUS DER SYRISCHEN KUNST
Highlights
- Das Haus der syrischen Kunst zeigt Werke zeitgenössischer syrischer Künstler aus Syrien und Exil – von Malerei bis performativen Installationen.
- Die Sammlung der TAKLA Stiftung präsentiert abstrakte bis figürliche Kunst, die syrische Traditionen mit globalen Perspektiven verbindet.
- Ausstellungen wie *Wenn der Horizont verblasst* (Iman Hasbani) oder *Abdullah Murads Linie* verbinden Archiv und aktuelle künstlerische Positionen.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang über den Haupteingang ermöglicht einen ungehinderten Besuch für alle Gäste.
- Die Ausstellungskonzepte verbinden syrische Kunsttraditionen mit zeitgenössischen Medien wie Fotografie, Performance und digitalen Installationen.
- Die Werke der TAKLA Stiftung bieten Einblicke in die Vielfalt syrischer Künstler:innen zwischen Exil und Heimat.
Eigenschaften
Syrische Kunst in Berlin: Haus der Syrischen Kunst Wachtstraße 27-29
Das Haus der syrischen Kunst in der Wachtstraße 27–29 ist ein einzigartiger Ort, der syrische Kunst als kulturelles Erbe und zeitgenössische Ausdrucksform in den Mittelpunkt stellt. Gegründet von der TAKLA Stiftung, die von dem Bremer Unternehmer Chawkat Takla und seiner Frau Gudrun Takla initiiert wurde, bietet das Haus eine Plattform für die Begegnung mit syrischen Künstlerinnen und Künstlern – sowohl aus dem Land als auch aus dem europäischen Exil. Hier wird die Vielfalt syrischer Bildtraditionen lebendig: von klassischer Malerei über abstrakte Kompositionen bis hin zu innovativen Medien- und Performances.
Die Sammlung der Stiftung, die kontinuierlich wächst, umfasst Werke bedeutender syrischer Künstler wie Abdullah Murad, der als Pionier der abstrakt-expressionistischen arabischen Kunst gilt, oder George Baylouni, dessen Collagen und Malereien archivierte menschliche Erkenntnisse in bildhafter Form vereinen. Aktuelle Ausstellungen spannen einen Bogen von historischen Einflüssen bis zu aktuellen Perspektiven – etwa durch die Fotografie von Nada Al-Ajoze oder die performativen Installationen von Iman Hasbani, die Themen wie Vergänglichkeit und Identität erkunden. Besonders hervorgehoben werden junge Talente, die durch den Syrian Perspectives Award gefördert werden, um ihre Werke einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Das Haus der syrischen Kunst schafft damit nicht nur einen Raum für künstlerischen Austausch, sondern auch für interkulturelle Reflexion. Die ausgestellten Arbeiten – ob auf Papier, Leinwand oder in digitalen Formaten – laden dazu ein, syrische Kunst jenseits von Klischees zu begreifen. Ob durch die „Poesie der Linie“ von Abdullah Murad oder die utopischen Visionen junger Künstlerinnen wie Maya Zaczac, die Werke öffnen neue Blickwinkel auf eine Kultur, die zwischen Tradition und Moderne, Heimat und Exil oszilliert. So wird das Haus zu einem lebendigen Archiv und einer Inspirationsquelle zugleich.
Besonders bemerkenswert ist die Vielfalt der gezeigten Medien: Neben traditioneller Malerei und Skulptur finden sich Neue Medien, Fotografie und performative Installationen, die oft im Dialog mit historischen Vorbildern stehen – etwa durch Bezüge zu prähistorischen Höhlenmalereien oder leonardesken Zeichnungen. Kuratiert von Kunstexpertinnen wie Frizzi Krella, entstehen so Ausstellungen, die nicht nur ästhetisch faszinieren, sondern auch gesellschaftliche Diskurse anregen. Das Haus der syrischen Kunst wird damit zu einem unverzichtbaren Ort für alle, die sich für zeitgenössische Kunst und kulturellen Dialog interessieren.
Mit seiner programmatischen Ausrichtung setzt das Haus der syrischen Kunst ein Zeichen für die Bewahrung und Weiterentwicklung syrischer Kunst – sowohl als Teil eines globalen künstlerischen Erbes als auch als Spiegel einer bewegten Gegenwart. Hier wird Kunst nicht nur gezeigt, sondern erlebt: als Brücke zwischen Kulturen, als Mahnung und als Hoffnung auf eine menschenwürdigere Zukunft. Für Besucherinnen und Besucher bietet sich die einzigartige Gelegenheit, syrische Künstlerperspektiven hautnah zu erleben und sich auf eine Reise durch Emotionen, Traditionen und unausgesprochene Geschichten einzulassen.