Kunstmuseum

KH Künstlerhaus Bremen

Am Deich 68, 28199 Bremen-Neustadt

Highlights

  • Das KH Künstlerhaus Bremen zeigt seit 1987 zeitgenössische Kunst in einem ehemaligen Gewerbegebäude mit wechselnden Ausstellungen und Ateliers.
  • Hier präsentiert das Haus internationale Positionen wie Keramik, Skulptur oder Performance – oft im Dialog mit lokalen und globalen Künstler:innen.
  • Ein Fokus liegt auf experimentellen Formaten: leere Galerieräume werden für Live-Kunst oder temporäre Installationen genutzt.

Tipps

  • Der Eintritt erfolgt kostenlos, sodass Besucher:innen ohne finanzielle Hürden an wechselnden Ausstellungen teilnehmen können.
  • Die historischen Räumlichkeiten des Künstlerhauses bieten einen Kontrast zwischen industriellem Erbe und zeitgenössischer Kunst.
  • Im Rahmen der Jahresausstellung des BBK findet ein fließender Übergang zwischen lokalen und internationalen künstlerischen Positionen statt.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunst & Kultur im Künstlerhaus Bremen-Neustadt

Das KH Künstlerhaus Bremen in Bremen-Neustadt ist ein lebendiger Knotenpunkt für zeitgenössische Kunst und Kultur, der sich in einem ungewöhnlichen historischen Gebäude manifestiert. Ursprünglich als Gewürzfabrik und später als Edelholzlager genutzt, wurde der Ort 1987 zu einem Ort der Kreativität umfunktioniert. Seitdem verbindet das Künstlerhaus auf einzigartige Weise Tradition und Moderne – als Ausstellungsraum, Ateliergemeinschaft und Plattform für künstlerische Experimente.

Das Ausstellungsprogramm des KH Künstlerhaus Bremen ist geprägt von vielseitigen Formaten, die von Einzelpräsentationen renommierter Künstler:innen bis hin zu kollektiven Projekten reichen. Aktuelle Schwerpunkte liegen auf performativen Kunstformen, die im leeren Galerieraum zwischen Aufbau und Abbau stattfinden. Besonders hervorgehoben werden hier Werke, die Spannungen zwischen Fragilität und Struktur erkunden – etwa durch fragmentarische Skulpturen oder konzeptuelle Installationen. Künstler wie Adelhyd van Bender oder Walead Beshty zeigen hier, wie Kunst als dynamischer Dialog mit Raum und Materialität funktioniert.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung junger Talente und lokaler Positionen. Im Rahmen des Bremer Atelierstipendiums werden etwa Werke von Jiawen Uffline präsentiert, während internationale Künstler:innen wie Phoebe Collings-James oder Nina Emges mit Auftragsarbeiten und Einzelausstellungen das Programm bereichern. Die Ausstellungspraxis des Hauses ist dabei bewusst offen gestaltet: Sie verbindet etablierte Namen mit aufstrebenden Stimmen und schafft so einen fließenden Übergang zwischen etablierten Kunstinstitutionen und experimentellen Projekten.

Das KH Künstlerhaus Bremen ist nicht nur ein Ort der Ausstellung, sondern auch ein lebendiger Austauschraum für die Bremer Kunstszene. Durch die Zusammenarbeit mit dem Bremer Kunstverein – etwa bei der Jahresausstellung – entsteht ein Netzwerk, das über die Grenzen des Hauses hinauswirkt. Die Architektur des ehemaligen Industriegebäudes selbst wird dabei zum integralen Teil der Inszenierung: Rohheit und Ästhetik des Ortes inspirieren die präsentierten Werke und laden zum Verweilen ein. So wird das Künstlerhaus zu einem Ort, an dem Kunst nicht nur gesehen, sondern erlebt wird.

Für Besucher:innen bietet das KH Künstlerhaus Bremen somit mehr als eine klassische Museumserfahrung: Es ist ein Ort der Reflexion, des Dialogs und der künstlerischen Entdeckungen. Ob durch performative Aktionen, skulpturale Installationen oder konzeptuelle Arbeiten – das Programm zeigt, wie Kunst Raum schafft für neue Perspektiven. Bremen-Neustadt profitiert damit von einem Ort, der nicht nur die lokale Kunstlandschaft bereichert, sondern auch internationale Impulse in die Stadt trägt.

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