Industriemuseum Blaahaus Kiefersfelden
Highlights
- Denkmalschutz-Haus aus 1696 als Arbeiterwohnhaus für das Eisenwerk – heute Museum mit 250 Exponaten und interaktiven Stationen.
- 1996 originalgetreu transloziert und wiederaufgebaut: Einzigartiges Industriedenkmal mit barrierefreiem Zugang und Höranlage für alle Besucher.
- Historische Figuren wie Franz Haidacher (Eisenwerksarbeiter) oder Traudl Kuen (Zementwerkerin) zeigen Industriegeschichte lebendig.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt ins Blaahaus.
- Rollstuhlgerechte Sitzgelegenheiten und ein rollstuhlgerechtes WC erleichtern den Aufenthalt für alle Gäste.
- Interaktive Stationen und historische Dokumente vermitteln anschaulich die Entwicklung lokaler Industriezweige.
Eigenschaften
Industriemuseum Blaahaus Kiefersfelden – Kultur-Ausflug in Kiefersfelden
Das Industriemuseum Blaahaus Kiefersfelden in Kiefersfelden ist ein faszinierendes Zeitfenster in die regionale Industriegeschichte und ein einzigartiges Beispiel für den Erhalt historischer Bausubstanz. Eingebettet in den malerischen Raum des Chiemgaus, erzählt das Museum die Geschichten von Arbeitern, Handwerkern und Unternehmen, die den industriellen Wandel des Ortes mitgeprägt haben. Besonders beeindruckend ist der originale Bau des Blaahauses, das 1696 als Wohnhaus für Eisenwerksarbeiter und ihre Familien errichtet wurde. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 1996 originalgetreu transloziert und wiederaufgebaut, um es als lebendiges Museum zu erhalten – ein seltenes Beispiel für die bewusste Bewahrung industrieller Kulturlandschaft.
Die Dauerausstellung verbindet historische Dokumente, interaktive Stationen und mediale Präsentationen mit persönlichen Schicksalen, die stellvertretend für die Entwicklung der lokalen Industrie stehen. Besucher:innen lernen etwa Franz Haidacher kennen, einen Eisenwerksarbeiter, oder Traudl Küen, die im Zementwerk tätig war. Durch diese individuellen Perspektiven wird die ansonsten oft abstrakte Industriegeschichte greifbar und emotional erfahrbar. Die Ausstellung wurde von der Künstlerin Kim Westphal konzipiert und durch das Münchener Architekturbüro planetz umgesetzt, um eine moderne und zugängliche Präsentationsweise mit dem historischen Charme des Gebäudes zu verbinden.
Ein besonderes Merkmal des Museums ist seine barrierefreie Gestaltung: Rollstuhlgerechter Zugang, Parkplätze und Toiletten sowie induktive Höranlagen sorgen dafür, dass die Ausstellung für alle Besucher:innen zugänglich ist. Die Kombination aus originalgetreuem Bauwerk, interaktiven Elementen und regionaler Geschichte macht das Blaahaus zu einem einzigartigen Ausflugsziel für Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte. Besonders die Verbindung von Alltagsgeschichten mit industrieller Entwicklung bietet einen neuen Blick auf die Vergangenheit – fernab von trockener Faktensammlung.
Das Blaahaus steht nicht allein: Die Nähe zur historischen Bahnlinie, die 1858 den Ort an das Eisenbahnnetz anband, unterstreicht die enge Verzahnung von Industrie und Infrastruktur in Kiefersfelden. Die Ausstellung greift diese Verbindung auf und zeigt, wie sich der Ort durch technische Innovationen und menschliche Schicksale prägte. Wer das Blaahaus besucht, taucht nicht nur in die Vergangenheit ein, sondern erlebt sie aktiv – durch die Kombination aus authentischem Bauwerk, lebendigen Geschichten und moderner Museumspädagogik.
Ob als Ergänzung zu einem Besuch im nahen Chiemgau oder als eigenständiges Ziel: Das Industriemuseum Blaahaus Kiefersfelden bietet eine einzigartige Mischung aus regionaler Identität, technischem Erbe und menschlicher Geschichte. Die wiedereröffnete Präsentation verspricht, die Faszination für die Industriekultur neu zu entdecken – mit allen Sinnen und für alle Altersgruppen zugänglich.