Kampenwand Gipfelkreuz
Highlights
- Das Gipfelkreuz der Kampenwand ist mit 12 Metern das höchste Bergkreuz der Bayerischen Alpen.
- Es wurde 1950 als Gedenkmal für die Chiemgauer Kriegsopfer errichtet und 1951 eingeweiht.
- Das markante Kreuz ist weithin sichtbar und wird jährlich am letzten Augustwochenende beleuchtet.
Tipps
- Das Gipfelkreuz der Kampenwand ist mit 12 Metern Höhe das größte der Bayerischen Alpen und bietet einen beeindruckenden Ausblick auf den Chiemsee und die umliegenden Berge.
- Vom Gipfel aus ist eine nahegelegene Alm etwa 30 Minuten zu Fuß erreichbar, wo es leckere Speisen und Getränke gibt.
- Die Anreise zur Bergstation erfolgt bequem mit der Kampenwandbahn, die von Aschau aus in etwa 14 Minuten die Seilbahnstrecke zurücklegt.
Eigenschaften
Über Kampenwand Gipfelkreuz
Das Gipfelkreuz der Kampenwand befindet sich auf dem Ostgipfel des Berges, der mit 1664 Metern nur leicht unter dem Hauptgipfel liegt. Es gilt als das höchste Bergkreuz in den Bayerischen Alpen und ist mit einer Höhe von zwölf Metern ein markantes Wahrzeichen der Region. Aufgestellt wurde es im Jahr 1950 zum Gedenken an die Chiemgauer Opfer der beiden Weltkriege. Das Kreuz besteht aus zusammengeschweißten Alteisen-Teilen, die mit Mühe und Hilfe von Mulis sowie freiwilligen Helfern zum Gipfel transportiert wurden. Die Einweihung erfolgte 1951 mit kirchlichem Segen. Seitdem findet alljährlich am letzten Sonntag im August ein Gottesdienst am Kreuz statt. Seit 2003 wird das Kreuz an bestimmten Tagen durch eine Solaranlage beleuchtet.
Die Kampenwand erhebt sich im Landkreis Rosenheim im bayerischen Alpenvorland und ragt mit ihren rund 1669 Metern über dem Meeresspiegel markant in den Himmel. Der charakteristische, gezackte Gipfel erinnert optisch an den Kamm eines Hahnes, was auch die Namensgebung beeinflusste. Aufgrund seiner exponierten Lage ist der Berg von weitem sichtbar, etwa von der A8 nahe Irschenberg. Die Gegend um die Kampenwand ist sowohl im Winter als auch im Sommer bei verschiedenen Gruppen beliebt – sei es bei Skifahrern, Gleitschirm- und Drachenfliegern, Kletterern, Wanderern oder Mountainbikern. Die Südseite des Berges bietet diverse Kletterrouten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade.
Der Aufstieg zur Kampenwand kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Eine beliebte Variante ist die Nutzung der 1957 eröffneten Kampenwandbahn, die von Aschau aus mit einer Fahrzeit von etwa 14 Minuten zur Bergstation bei 1470 Metern führt. Von dort aus sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Gipfel. Alternativ bieten sich zahlreiche Wanderwege an, die teils anspruchsvoller sind und körperliche Fitness erfordern. Gäste berichten von einer lohnenden Wanderung mit schönen Einkehrmöglichkeiten, etwa auf einer nahegelegenen Alm, die mit leckerem Essen und Getränken lockt. Der Ausblick vom Gipfelkreuz erstreckt sich weit über den Chiemsee und die umliegende Region.
Geologisch gehört die Kampenwand zu den Chiemgauer Alpen und besteht im Wesentlichen aus Wettersteinkalk. Der Gipfelkamm bildet den südlichen Flügel der sogenannten Sulten-Mulde. Diese tektonische Struktur ist Teil der Lechtal-Decke, die wiederum zur größeren Kampenwand-Niedernfels-Mulde gehört. Diese Mulde beinhaltet Gesteine aus der Unterkreide und dem Cenomanium. Die markante Schichtung und der steile Südhang tragen zur landschaftlichen Eigenart des Berges bei und machen ihn zu einem besonderen geologischen wie landschaftlichen Punkt im Chiemgau.