Kirche/Kloster

Filialkirche St. Vitus

Gögging 15A, 83083 Riedering

Highlights

  • Die Filialkirche St. Vitus in Gögging wurde im 15. Jahrhundert erbaut und ist heute Teil des Pfarrverbandes Riedering.
  • Das Kirchlein beherbergt einen barocken Altar aus dem Jahr 1673 mit Gemälden von Caspar Seidl und Blasius Mass.
  • Die spätgotische Kirche liegt auf einem Moränenhügel und verfügt über ein bemaltes Maßwerkfries und einen Zwiebelhelmreiter.

Tipps

  • Die Filialkirche St. Vitus in Gögging liegt südwestlich von Riedering auf einem moränenhügel und ist mit dem Auto über die Ortsstraße erreichbar.
  • Der barocke Altar aus dem Jahr 1673 im Innenraum ist kunstvoll gestaltet und zeigt unter anderem Figuren der Kirchenpatrone Andreas und Vitus.
  • Die Kirche ist täglich zugänglich, eine Besichtigung lohnt besonders wegen der historischen Ausstattung und der Aussicht über den Chiemgau.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Filialkirche St. Vitus

Die Filialkirche St. Vitus befindet sich im kleinen Weiler Gögging, südwestlich von Riedering in Bayern. Auf einem landschaftlich reizvollen Moränenhügel gelegen, erhebt sich die Kirche mit schlichter Eleganz über dem idyllischen Ort. Der Weiler Gögging, bereits um 1150 als Geckingen erwähnt, war einst Sitz adeliger Ministerialgeschlechter. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die ursprüngliche Burgkapelle zur Filialkirche des Pfarrverbands Riedering.

Das Kirchengebäude vereint verschiedene Epochen der bayerischen Sakralbaukunst. Im Kern romanisch, entstand die heutige Form des Gotteshauses weitgehend in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Charakteristisch für den Chiemgau ist der gemalte Maßwerkfries unter dem Dachansatz. Hinzu kommt ein kleiner Dachreiter mit Zwiebelhelm, der das Äußere prägt. 1740 erfolgte eine barocke Erneuerung des Gewölbes in Form einer Stichkappentonne. Weitere bauliche Veränderungen fanden 1842/43 statt, als der Westteil und der Turm in barocker Form neu errichtet wurden.

Der schlichte Innenraum birgt wertvolle barocke Ausstattungsstücke. Der Hochaltar, 1673 im Knorpelwerkstil gefertigt, zeigt ein Marienbild von Caspar Seidl, das später 1846 von Georg Langler übermalt wurde. Auch das Oberbild mit Gottvater stammt aus der Feder Langlers. Zu den kunstvollen Werken gehören zudem die Seitenfiguren der Kirchenpatrone Andreas und Vitus sowie Giebelengel, geschaffen von Blasius Mass. Ergänzt wird die Innenausstattung durch eine Figur des hl. Petrus, eine Kreuzigungsgruppe aus dem frühen 18. Jahrhundert, ein Vera-Ikon-Bild und eine barocke Statue des hl. Vitus.

Die Kirche steht unter dem Patrozinium des hl. Andreas und des hl. Vitus, weshalb sie auch als Filialkirche St. Andreas und St. Vitus bezeichnet wird. Sie ist Teil des Pfarrverbands Riedering und wird heute noch für Gottesdienste genutzt. Die Pflege und der Erhalt des Kirchengebäudes erfolgen durch die zuständige Kirchenstiftung und die lokale Kirchengemeinde.

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