Denkmal/Gedenkstätte

Rheinpegel Erfelden

Rheinallee, 64560 Riedstadt

Highlights

  • Das Rheinpegel Erfelden dokumentiert seit 1631 Pegelstände des Rheins für hydrologische Aufzeichnungen und Flutwarnungen.
  • Der Pegel gehört zu den ältesten Messstationen am Oberrhein und dient der Überwachung von Hochwasser und Niedrigwasser.
  • Historische Daten des Pegels zeigen langfristige Veränderungen des Rheins und unterstützen Klimaforschung und Wasserwirtschaft.

Tipps

  • Das historische Gemeindearchiv bietet Einblicke in die Entwicklung Erfeldens ab dem 17. Jahrhundert durch originale Dokumente und Flurkarten.
  • Die Ausstellung zeigt Geräte aus Landwirtschaft, Handwerk und Fischerei, die das bäuerliche Leben und die regionale Wirtschaft vergangener Zeiten illustrieren.
  • Archäologische Funde und historische Karten dokumentieren die Auswirkungen des Dreißigjährigen Kriegs auf die Region und deren Folgen für die Ortsgeschichte.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Rheinpegel Erfelden – Kulturdenkmal Riedstadt

Der Rheinpegel Erfelden in Riedstadt ist ein historisch bedeutsames Zeugnis der regionalen Entwicklungsgeschichte am Oberrhein. Als Teil des lokalen Kultur- und Archivbestands bietet der Ort einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit der Region. Besonders hervorzuheben ist das nahezu vollständig erhaltene Gemeindearchiv, das bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht und mit alten Schriften, Flurkarten sowie Zeitungsartikeln die stetige Veränderung der Gemeinde dokumentiert.

Ein zentraler Themenschwerpunkt liegt auf den Spuren des Dreißigjährigen Krieges, der auch in Erfelden tiefe Spuren hinterlassen hat. Durch historische Karten, zeitgenössische Darstellungen und archäologische Funde wird der Wandel zwischen Ordnung und Zusammenhalt in der Region nachvollziehbar. Die Ausstellung verbindet so historische Ereignisse mit dem Alltagsleben der damaligen Zeit und zeigt, wie Krisen die Gemeinschaft prägten.

Neben archivalischen Schätzen bietet der Ort eine umfangreiche Sammlung von Alltagsgegenständen, die das Leben der kleinen Bauern und Handwerker vergangener Jahrhunderte lebendig werden lassen. Ackergeräte wie Pflüge, Spinnräder oder Milchkanne illustrieren die harte Arbeit und den Zusammenhalt der bäuerlichen Gesellschaft. Auch Geräte aus Fischerei, Ziegeleien und Handwerk sind Teil der Präsentation und geben Einblicke in die wirtschaftliche Vielfalt der Region.

Ein besonderes Highlight ist die „Mollersche Landkirche“, die im klassizistischen Stil errichtet wurde und als architektonisches Denkmal die historische Entwicklung der Gemeinde widerspiegelt. Die Kirche steht für den Wandel von der bürgerlichen Gemeinde zur heutigen Struktur und unterstreicht den kulturellen Reichtum Erfeldens. Die Kombination aus sakraler Baukunst und Alltagsgeschichte macht den Ort zu einem einzigartigen Ort der Erinnerung.

Wer sich für die Geschichte des Oberrheins und die lokale Identität interessiert, findet am Rheinpegel Erfelden eine anschauliche Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart. Die Ausstellung und die historischen Exponate laden dazu ein, die Entwicklung einer kleinen Gemeinde entlang des Rheins nachzuvollziehen – von den Auswirkungen großer Kriege bis hin zum bäuerlichen Alltag und dem kulturellen Erbe der Region.

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