Kloster Kirchheim am Ries
Highlights
- Das Kloster Kirchheim am Ries ist seit 1817 katholische Pfarrkirche mit romanischen Fenstern und spätgotischen Fresken.
- Im 17. Jahrhundert entstand der Uhrturm; heute zeigt die Anlage gotisches Chorgestühl und Grabsteine von Adelsfamilien.
- Rollstuhlgerechter Parkplatz und Führungen ermöglichen Zugang zu den historischen Bauresten der ehemaligen Zisterzienserabtei.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht es Besuchern, die historische Klosterkirche auch mit Rollstuhl oder Gehhilfen zu besichtigen.
- Die erhaltenen spätgotischen Fresken und romanischen Fenster bieten Einblicke in die architektonische Entwicklung über mehrere Jahrhunderte.
- Die Grabsteine bedeutender Persönlichkeiten wie des Grafen Friedrich III. vom Oettingen und ehemaliger Äbtissinnen dokumentieren die historische Bedeutung des Ortes.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Kloster Kirchheim am Ries
Das Kloster Kirchheim am Ries ist ein faszinierendes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst und spiritueller Geschichte mitten im malerischen Ort Kirchheim am Ries. Die ehemalige Klosterkirche, seit 1817 als Pfarrkirche der katholischen Gemeinde genutzt, vereint architektonische Stilepochen vom Romanischen bis zum Barock. Besonders beeindruckend ist die Südfront, die von der prächtigen Fassade des Abteiflügels und der Klosterkirche dominiert wird. Im Norden schließt sich das historische Pfarrhaus an, flankiert von einem alten Vorgarten und einer Mauer, die einst das abgebrochene Gästehaus markierte.
Im Inneren der Kirche fallen das gotische Chorgestühl auf, das in barocker Zeit mit Porträts bedeutender Zisterzienser-Mitglieder ausgemalt wurde. Eine moderne Orgel aus dem späten 20. Jahrhundert ergänzt den akustischen Charme des Raums, während über dem Chor ein 1678 errichteter Uhrturm thront. Bei Restaurierungsarbeiten wurden spätgotische Fresken freigelegt und originalgetreu instand gesetzt. Zudem bewahrt die Kirche wertvolle Grabsteine, darunter den des Grafen Friedrich III. vom Oettingen und seiner Gemahlin sowie mehrere Äbtissinnen, die von der historischen Bedeutung des Ortes zeugen.
Die Fassadenrenovierung in den 1970er-Jahren brachte überraschende Entdeckungen: Fünf romanische Fenster wurden wiederentdeckt, und Spuren verschiedener Bauphasen kamen ans Licht. Heute bietet die Anlage einen einzigartigen Blick auf die Verbindung von Kirche und ehemaliger Abtei – ein Ort, der einst als ruhige Einkehr für Pilger und Reisende diente. Regelmäßig wird das Klosterleben durch kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Tai-Chi-Vorführungen oder Führungen lebendig gehalten, die Besucher in die Geschichte eintauchen lassen.
Ein besonderes Highlight war die Kriminalkomödie *„Die Nonne und der Dieb“*, die 2008 mit Laiendarstellern erfolgreich auf der Bühne des Klosters aufgeführt wurde. Die Anlage bleibt damit nicht nur ein historisches Denkmal, sondern auch ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austauschs. Wer die Mischung aus sakraler Architektur, regionaler Geschichte und lebendigem Kulturleben erleben möchte, findet hier einen besonderen Ausflugsziel.