Verein für Museums- und Chronikarbeit in Rieseby e. V.
Highlights
- Der Verein betreibt seit 1994 das Heimatmuseum in der unter Denkmalschutz stehenden Mühle Anna in Rieseby mit historischen Ausstellungsräumen.
- Die Sammlung umfasst regionale Funde ab der Steinzeit sowie Werkzeuge, Alltagsgegenstände und Handwerksutensilien aus dem 19. und 20. Jahrhundert.
- Die Mühle Anna (erbaut 1786) mit originalem Erdholländer und Nebengebäuden zeigt die jahrhundertelange Siedlungsgeschichte der Region.
Tipps
- Der Besuch der historischen Mühle Anna bietet Einblicke in die jahrhundertelange Nutzung als Wassermühle und zeigt originale technische Details wie das Kammrad aus dem Jahr 1786.
- Die Ausstellungsstücke im Museum umfassen Werkzeuge, Haushaltsgegenstände und Kleidung, die das Leben in der Region zwischen dem 19. und frühen 20. Jahrhundert widerspiegeln.
- Die Anlage umfasst Nebengebäude wie einen Göpelschuppen und eine Wagenremise, die den ursprünglichen Betrieb der Mühle ergänzen und ihre historische Funktion veranschaulichen.
Eigenschaften
Museum Rieseby – Kultur & Geschichte entdecken
Der Verein für Museums- und Chronikarbeit in Rieseby e. V. bewahrt in der historischen Mühle Anna sowie den Nebengebäuden des denkmalgeschützten Ensembles in Norby, einem Ortsteil von Rieseby, das kulturelle Erbe der Region. Das Museum entstand aus der Initiative des Arbeitskreises Riesebyer Heimatgeschichte und ist ein lebendiges Zeugnis der lokalen Geschichte, das durch die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger entstanden ist. Seit den Anfängen der Sammlung wurden Steine, historische Gegenstände und wertvolle Dokumente gesammelt, die heute ein umfassendes Archiv und eine vielseitige Ausstellung prägen.
Die Mühle Anna selbst hat eine faszinierende Vergangenheit. Ursprünglich 1786 als Erdholländer mit Segelbespannung auf einer Warft errichtet, wurde sie später mit einem dreigeschossigen Unterbau und einem villenartigen Fachwerkhaus erweitert. Die Mühle war einst Teil eines landwirtschaftlichen Betriebs, der auch eine Bäckerei umfasste, und wechselte im Laufe der Zeit mehrfach den Besitzer. Nach einer umfassenden Restaurierung in den 1970er-Jahren steht sie heute unter Denkmalschutz und ist ein zentraler Ort der regionalen Identität. An windigen Tagen drehen sich ihre Flügel noch immer – ein Hommage an die technische Tradition der Region.
Die Sammlung des Museums ist eng mit der Siedlungsgeschichte Riesebys verbunden. Funde aus der Steinzeit, Bronze- und Eisenzeit sowie dem Mittelalter belegen eine durchgehende Besiedlung rund um den Moritzenberg. Besonders eindrucksvoll sind Exponate aus dem Alltag vergangener Jahrhunderte, darunter Werkzeuge aus Handwerk und Landwirtschaft, Haushaltsgegenstände sowie Kleidung und Konsumgüter aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die Ausstellung zeigt nicht nur die handwerklichen Berufe der Region, sondern auch Alltagsgegenstände, die das Leben der Menschen von der Nahrungszubereitung bis zur Unterhaltung widerspiegeln.
Neben der Mühle Anna umfasst das Gelände weitere historische Bauten wie einen Göpelschuppen, eine Wagenremise, einen traditionellen Brotbackofen, ein Bienenhaus und eine Obstwiese. Diese Anlage bietet einen authentischen Einblick in das ländliche Leben vergangener Zeiten und wird durch die Arbeit des Vereins lebendig gehalten. Die Ausstellungsräume, die in den historischen Gebäuden untergebracht sind, sind jedoch leider nicht vollständig barrierefrei zugänglich. Dennoch bleibt die Mühle Anna ein wichtiger Ort für Geschichtsinteressierte und alle, die sich für die kulturelle Entwicklung der Region begeistern.
Die Mühle Anna erzählt nicht nur die Geschichte eines Gebäudes, sondern auch die der Menschen, die hier lebten und arbeiteten. Von Westerhever nach Rieseby – ihre Reise durch die Zeit spiegelt sich in den Exponaten wider, die von einer jahrtausendealten Verbindung zur Landschaft und ihren Bewohnern zeugen. Der Verein für Museums- und Chronikarbeit in Rieseby e. V. sorgt dafür, dass diese Geschichten erhalten bleiben und künftigen Generationen zugänglich gemacht werden.