Priorat Sankt Wigberti
Highlights
- Priorat St. Wigberti in Werningshausen ist ein ökumenisches Benediktinerkloster mit evangelisch-lutherischer Tradition.
- Gegründet 1967, wurde es 1987 als erstes lutherisches Kloster nach der Reformation approbiert.
- Brüder verschiedener Konfessionen leben hier gemeinsam nach der Regel des Hl. Benedikt.
Tipps
- Das Kloster liegt direkt am Unstrut-Radweg und eignet sich gut als Ausgangspunkt für Radtouren entlang von Flüssen und Seen.
- Die Kirche und eine kleine Kapelle sind für Besucher zugänglich und bieten Raum zur Ruhe und Besinnung.
- Für Übernachtungen und Aufenthalte können Interessierte Kontakt per E-Mail aufnehmen, da telefonische Erreichbarkeit nicht immer gewährleistet ist.
Eigenschaften
Über Priorat Sankt Wigberti
Das Priorat Sankt Wigberti in Werningshausen im Landkreis Sömmerda ist ein ökumenisches Benediktinerkloster, das als eine der ersten lutherischen Klostergemeinschaften nach der Reformation gilt. Seit über fünfzig Jahren besteht die Ordensgemeinschaft, die sich dem Leben nach der Regel des Heiligen Benedikt verschrieben hat. Geprägt von der Suche nach Brüderlichkeit und geistlicher Tiefe, vereint das Kloster Männer verschiedener christlicher Konfessionen – evangelisch-lutherisch, römisch-katholisch und orthodox – unter einem Dach. Diese Besonderheit macht es zu einem symbolischen Ort der Ökumene in Thüringen.
Die Geschichte des Priorats begann in den späten 1960er Jahren mit einer kleinen Gruppe evangelischer Männer, die sich zusammenschlossen, um gemeinsam zu beten, zu arbeiten und anderen zu dienen. Nach Stationen in verschiedenen thüringischen Städten fand die Gemeinschaft schließlich in Werningshausen eine bleibende Stätte. Die Entscheidung fiel damals auf eine ehemalige Kirche und ein Pfarrhaus, die kurz vor dem Abriss standen. Heute erstreckt sich das Kloster direkt entlang des Unstrut-Radwegs und bietet nicht nur Raum für Spiritualität, sondern auch für Begegnungen und kulturelle Veranstaltungen.
Das Kloster ist sowohl für Suchende als auch für Reisende ein Ort der Ruhe und Besinnung. Die Kirche sowie eine kleine Kapelle sind für Besucher zugänglich und laden zur Stille und Reflexion ein. Neben dem geistlichen Angebot verfügt das Priorat über ein Gästehaus, das in den Sommermonaten wieder für Übernachtungen geöffnet ist. Dieses wird insbesondere von Radreisenden entlang des Unstrut-Radwegs gerne als Zwischenstation genutzt. Die Lage abseits des Trubels vermittelt einen besonderen Frieden, der viele Gäste anspricht.
Die Gemeinschaft lebt von den Grundprinzipien des Benediktinerordens: Gebet, Arbeit und Gastfreundschaft. Neben dem täglichen Stundengebet und der kirchlichen Liturgie finden regelmäßig ökumenische Gottesdienste statt. Veranstaltungen wie Maiandachten oder Begegnungen im Klosterpark unterstreichen den offenen und einladenden Charakter der Bruderschaft. Die Brüder verstehen ihr Leben als Zeugnis christlicher Nächstenliebe und geistlicher Achtsamkeit – unabhängig von kirchlicher Konvention.