Parks & Gärten

Beller Holz

32805 Horn-Bad Meinberg

Highlights

  • Das Beller Holz ist ein 462 Hektar großes Naturschutzgebiet zwischen Bad Meinberg und Belle.
  • Es besteht zu 88 % aus Laubbäumen, darunter alte Buchen, Eichen, Erlen und Eschen.
  • Im Wald leben geschützte Arten wie der Schwarzstorch, der Eisvogel und der Grauspecht.

Tipps

  • Das Beller Holz ist ein Naturschutzgebiet mit überwiegend Laubbewuchs, geprägt durch Buchen, Eichen, Erlen und Eschen.
  • Im Südteil des Waldes befinden sich naturnahe Eichen-Hainbuchenwälder sowie Stieleichen aus dem 19. Jahrhundert.
  • Das Gelände wird von Kleingewässern durchzogen und beherbergt seltene Lebensräume gemäß FFH-Richtlinie.

Eigenschaften

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Über Beller Holz

Das Beller Holz ist ein Naturschutzgebiet im nordrhein-westfälischen Horn-Bad Meinberg und zählt zum Kreis Lippe. Es erstreckt sich zwischen Bad Meinberg im Westen und Belle im Osten und bildet zusammen mit angrenzenden Waldflächen einen größeren zusammenhängenden Laubwaldkomplex. Der nördliche Teil des Gebiets liegt auf dem Stadtgebiet von Blomberg, während sich im Süden direkt das Naturschutzgebiet Norderteich anschließt. Mit einer Fläche von rund 462 Hektar ist das Beller Holz nach der FFH-Richtlinie geschützt und gehört zu den bedeutenden natürlichen Lebensräumen der Region. Der überwiegende Teil des Waldes befindet sich im Besitz des Landesverbandes Lippe.

Historisch gesehen wurde das Gelände des Beller Holzes im 17. und 18. Jahrhundert als Hudefläche genutzt, wodurch sich der Baumwuchs stark verzögerte. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Wald zunehmend, besonders nach Eingriffen im Zuge des Hudeablösungsgesetzes im 19. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen auch viele der heute im südlichen Bereich stehenden Stieleichen. Im Zuge von Entwässerungsmaßnahmen im späten 19. Jahrhundert verbesserten sich die Standbedingungen für Eichen, was zur heutigen artenreichen Mischwaldstruktur beitrug.

Das Beller Holz besteht zu etwa 88 Prozent aus Laubwald, wobei Buchenwälder in unterschiedlichen Ausprägungen dominieren. Dazu gehören Waldmeister-Buchenwald, Hainsimsen-Buchenwald sowie Stieleichen- und Hainbuchenwald. Feuchte Standorte an Bächen und in Niederungen werden von Erlen-Eschen-Auenwäldern geprägt. Zahlreiche Kleingewässer durchziehen das Gebiet und tragen zur hohen ökologischen Vielfalt bei. Etwa die Hälfte der Bäume ist über 100 Jahre alt. Im Naturschutzgebiet finden sich verschiedene geschützte Biotope, darunter Quellbereiche, Fließgewässer, Röhrichte und Auwälder.

Das Gebiet beherbergt zahlreiche Tierarten, die auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen oder nach der FFH- beziehungsweise Vogelschutzrichtlinie von besonderem Schutzbedarf sind. Dazu gehören unter anderem der Eisvogel, der Schwarzstorch, der Grau- und der Schwarzspecht sowie der Waldkauz und die Teichralle. Auch Fledertiere wie die Bechsteinfledermaus sowie der seltene Hirschkaefer sind im Beller Holz nachgewiesen. Diese Vielfalt macht das Gebiet zu einem wichtigen Rückzugs- und Lebensraum für viele sensible Arten.

Im näheren Umfeld des Naturschutzgebietes befinden sich zwei als Naturdenkmale ausgewiesene Baumgruppen. Eine davon ist die sogenannte Schlagetereiche nördlich der Bundesstraße 239. Eine weitere Gruppe von sieben Eichen am südlichen Rand des Waldes grenzt direkt an das Naturschutzgebiet Norderteich. Diese markanten Bäume zeugen von der langen Nutzungsgeschichte des Waldes und seiner kulturhistorischen Bedeutung. Heute dient das Beller Holz sowohl dem Naturschutz als auch der Erholung und bildet einen wichtigen Bestandteil des landschaftlichen und ökologischen Gefüges der Region.

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