Denkmal/Gedenkstätte

Burg Rockenberg

Obergasse 3, 35519 Rockenberg, Deutschland

Highlights

  • Die Burg Rockenberg ist eine Höhenburg im hessischen Rockenberg und wurde erstmals 1191 erwähnt.
  • Der Wohnturm entstand vermutlich 1317, die Burg diente später als Wohnsitz, Verwaltungssitz und Militärnutzung.
  • Heute wird das renovierte Gebäude unter anderem als Hochzeitshaus und Gemeindearchiv genutzt.

Tipps

  • Die Burg Rockenberg liegt auf einem Bergvorsprung am Ortsrand und ist über einen gepflasterten Weg erreichbar.
  • Ein Besuch lohnt besonders für die Aussicht und die historische Atmosphäre, nicht für mittelalterliche Burganlagen.
  • Neben der Burg befindet sich ein italienisches Restaurant, ideal für einen kurzen Aufenthalt.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Burg Rockenberg

Die Burg Rockenberg liegt auf einem kleinen Bergvorsprung am Rand des Ortskerns der Gemeinde Rockenberg im Wetteraukreis in Hessen. Die Höhenburg wurde erstmals im Jahr 1191 urkundlich erwähnt und zählt heute zu den historischen Kulturdenkmälern der Region. Ursprünglich als Wohnsitz einer ritterlichen Familie errichtet, deren Name eng mit der Geschichte der Burg verknüpft ist, diente sie im Laufe der Jahrhunderte verschiedenen Zwecken. Nach mehreren Besitzerwechseln wurde sie im 17. Jahrhundert aufgegeben und später als Stall- und Lagerfläche genutzt.

Im 18. Jahrhundert musste ein Teil der Burganlage einem neuen repräsentativen Gebäude weichen, dem sogenannten „Roten Haus“, das als Amts- und Verwaltungssitz der kurmainzischen Kellerei Rockenberg errichtet wurde. Im 19. Jahrhundert gelangte die Burg in den Besitz verschiedener Privatpersonen, darunter des Freiherrn von Wiesenhütten, der hier eine Branntweinbrennerei betrieb. Nach einem Wechsel in den Gemeindebesitz im frühen 20. Jahrhundert wurde das Gelände teilweise veräußert und für Privatbebauung genutzt. Während der beiden Weltkriege diente die Burg zeitweise militärischen Zwecken, unter anderem als Pferdelazarett und später als Flüchtlingswohnheim.

Heute wird die Burg vorwiegend für gemeindliche Zwecke genutzt. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten in den 1980er Jahren beherbergt sie unter anderem den Sitzungssaal des Gemeindeparlaments, dient als Hochzeitshaus und Veranstaltungsort für Ausstellungen, Vorträge und kulturelle Projekte. Jährlich findet hier auch das Finale des Vorlesewettbewerbs der örtlichen Grundschule statt. Im Inneren des Wohnturms wurden im Zuge der Umnutzung umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt, darunter der Einbau einer Treppenanlage, wobei jedoch die spätgotische Burgkapelle verloren ging.

Die rechteckige Burganlage verfügte ursprünglich über vier Rundtürme. Heute sind zwei hohe Umfassungsmauern mit runden Ecktürmen erhalten, ein dritter Turm steht separat auf der gegenüberliegenden Seite. Das ehemalige kurmainzische Kellereigebäude wird heute als Gastronomiebetrieb genutzt. Die Burg beherbergt zudem ein Gemeindearchiv und wird gelegentlich als Jugendtreffpunkt genutzt. Dennoch bemängeln Besucher die geringe Erhaltung des mittelalterlichen Charakters, da nur Teile der ursprünglichen Bausubstanz erhalten geblieben sind.

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