Kirche/Kloster

Reformationskirche

Mehlemer Str. 29, 67225 Rodenkirchen

Highlights

  • 1897 gründeten evangelische Bayenthaler Bürger in Rodenkirchen eine eigenständige Gemeinde, 1961 folgte die Kirchweihe nach Wiederaufbau.
  • 1964 wurde die Kirchengemeinde Raderthal selbstständig; 1968 trennte sie sich vom CVJM-Jugendwerk.
  • Pfarrer wie Fritz Rathschlag (1899) und Paul-Heinrich Kroh (1967) prägten die Reformationkirche in Rodenkirchen.

Tipps

  • Die Reformationkirche in Rodenkirchen verfügt über einen historischen Kirchenraum, der durch seine Architektur und Ausstattung aus der Zeit nach dem Wiederaufbau 1961 geprägt wird.
  • Ein barrierefreier Zugang ermöglicht es Besuchern, den Innenraum auch mit Rollstuhl oder Gehhilfe zu erreichen und die Gestaltung der Kirche zu erkunden.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Reformationskirche Rodenkirchen – Sakraler Ausflug

Die Reformationskirche in Rodenkirchen ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk mit einer bewegten Geschichte, das tief in der evangelischen Tradition des Ortes verwurzelt ist. Gegründet wurde die Gemeinde 1897 durch eine Versammlung evangelischer Bürger aus Bayenthal, die sich für eine eigenständige kirchliche Struktur einsetzten. Dieser Schritt markierte den Beginn einer eigenständigen kirchlichen Identität, die sich im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelte.

Der erste Pfarrer der jungen Gemeinde war Fritz Rathschlag, der bereits 1899 seine Arbeit aufnahm. Die Kirche selbst wurde nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut und feierte 1961 ihre Kirchweihe – ein Meilenstein, der den Neuanfang der Gemeinde symbolisierte. Besonders prägend war die Zeit ab 1964, als sich die Kirchengemeinde Raderthal von der Muttergemeinde löste und eine eigene rechtliche und organisatorische Selbstständigkeit erlangte.

Die Reformationskirche war stets ein Ort der Begegnung und des Glaubens, der sich auch durch personelle Veränderungen weiterentwickelte. So übernahm 1965 Graf von Stosch eine zweite Pfarrstelle, bevor er 1968 die Leitung der deutschen Auslandsgemeinde in Tokio übernahm. Sein Nachfolger wurde 1967 Pfarrer Paul-Heinrich Kroh, der die Gemeinde in einer Phase des Wachstums begleitete. Später prägte Pfarrer Rüdiger Gieselmann (ab 1969) die erste Pfarrstelle, bevor er 1975 als Studentenpfarrer nach Darmstadt wechselte.

Auch nach internen Veränderungen blieb die Reformationskirche ein zentraler Ort für die evangelische Gemeinschaft in Rodenkirchen. Die Kirche pflegt bis heute eine enge Verbindung zur Region und bietet mit ihrem Versammlungsraum in der Alteburger Straße ein Forum für Gottesdienste, Gemeindeveranstaltungen und spirituelle Begegnungen. Mit einem Google-Bewertungsdurchschnitt von 4,6 Sternen unterstreicht sie ihre Bedeutung als lebendiger Ort des Glaubens und der Gemeinschaft.

Als protestantische Kirche steht die Reformationskirche in der Tradition der Reformation und verkörpert bis heute die Werte von Toleranz, Bildung und sozialem Engagement. Sie ist nicht nur ein historisches Denkmal, sondern ein aktiver Teil des kirchlichen Lebens in Rodenkirchen und seiner Umgebung – ein Ort, der Generationen von Gläubigen und Interessierten verbindet.

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