St. Magdalena (Stiftskirche)
Highlights
- Die barocke St. Magdalena-Kirche entstand 1697–1700 durch den Jesuiten-Laienbruder Thomas Troyer.
- Nach der Auflösung der Jesuiten 1773 diente das Gebäude verschiedenen geistlichen Gemeinschaften.
- Seit 2004 beherbergt die renovierte Kirche die Kapuziner, die die Wallfahrer betreuen.
Tipps
- Die Kirche verfügt über fünf Beichtzimmer, die für Seelsorgegespräche und Beichte genutzt werden. Ein idealer Ort für spirituelle Ruhe und Andacht im Zentrum von Altötting.
Eigenschaften
Über St. Magdalena (Stiftskirche)
Die Stiftskirche St. Magdalena befindet sich östlich der berühmten Gnadenkapelle im bayerischen Altötting. Sie ist ein barockes Sakralgebäude, das zwischen den Jahren 1697 und 1700 vom Jesuiten-Laienbruder Thomas Troyer erbaut wurde. Die Architektur folgt dem Stil des sogenannten „Jesuitenbarock“ und zeigt sich als lichtdurchfluteter, festlicher Raum mit einer Länge von 27,5 Metern, einer Breite von 17 Metern und einer Höhe von 17,5 Metern. Die Fassade gliedert sich klar und zeigt in drei Nischen figürliche Darstellungen, darunter Maria, die Schutzpatronin Bayerns, sowie die Heiligen Petrus Canisius und Laurentius von Brindisi.
Das Innere der Kirche besticht durch kunstvolle Stuckaturen, wahrscheinlich von Meistern aus Oberitalien, sowie durch spätbarocke Seitenaltäre aus den Jahren um 1712/13. Diese Altäre zieren Gemälde des Münchner Hofmalers Johann Caspar Sing. Der Hochaltar, datiert auf das Jahr 1795, zeigt ein Werk des Malers Christian Winck: die hl. Magdalena unter dem Kreuz. Im Giebelfeld des Hochaltars ist zudem das Malteserkreuz zu sehen, das an eine umfangreiche Restaurierung durch den Malteserorden in den Jahren 1791 bis 1795 erinnert. Die Kirche beherbergt auch ein imposantes Deckengemälde mit der Darstellung der hl. Magdalena.
Die Geschichte der Stiftskirche ist eng verknüpft mit verschiedenen geistlichen Orden. Nach der Auflösung des Jesuitenordens wurde das Gebäude zunächst als Priesterhaus genutzt, ehe es dem Malteserorden übergeben und später von den Redemptoristen geführt wurde. Seit 1874 sind die Kapuziner in der Nachfolge tätig. Nach einer umfassenden Renovierung zwischen 2001 und 2004 dient die Kirche heute als Beichtkirche. Im Zuge der Restauration wurden bestehende Beichtstühle erneuert und fünf zusätzliche Beichtzimmer angefügt, die seelsorgliche Gespräche und Beichte ermöglichen. Die Kapuziner übernehmen zudem die Begleitung der Wallfahrer im Auftrag der Wallfahrtsstiftung.
Die Kirche St. Magdalena genießt bei Besucherinnen und Besuchern eine hohe Beliebtheit, was sich in überdurchschnittlichen Bewertungen widerspiegelt. Gäste loben die gepflegte Atmosphäre, die kunstvolle Innenausstattung sowie die ruhige und andächtige Stimmung des Ortes. Neben dem Gotteshaus selbst bietet der angeschlossene Klosterbereich preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten für Jugendgruppen und Pilger auf Selbstversorgerbasis. Die Kirche ist integraler Bestandteil des Altöttinger Wallfahrtslebens und steht samstags für Segnungen offen.