Bartholomäuskirche
Highlights
- Die evangelisch-lutherische Bartholomäuskirche in Rödinghausen ist das größte Kirchengebäude der Gemeinde und wurde erstmals 1233 erwähnt.
- Das Innere beherbergt wertvolle Kunstwerke wie einen Holzschnitzaltar aus 1520 und eine seltene plattdeutsche Bibel von 1596.
- Die Kirche verfügt über eine Orgel von 1969 mit 18 Registern und Glocken aus dem Jahr 1922.
Tipps
- Hinter der Kirche erstreckt sich ein waldiger Bereich, der sich gut für Spaziergänge und ruhige Aufenthalte in der Natur eignet.
Eigenschaften
Über Bartholomäuskirche
Die Bartholomäuskirche in Rödinghausen ist das größte Kirchengebäude der Gemeinde und zählt zu den bedeutenden sakralen Bauten im Kreis Herford. Die evangelisch-lutherische Kirche wurde erstmals urkundlich erwähnt, ihre Ursprünge reichen jedoch vermutlich bis ins frühe Mittelalter zurück. Ursprünglich romanisch angelegt, erfuhr das Gebäude im Laufe der Jahrhunderte mehrfache Umbauten und Erweiterungen. So wurde es im Zuge der Reformation lutherisch geprägt und im 19. Jahrhundert durch den Anbau der Querhausarme ergänzt. Das Patronatsrecht lag lange Zeit bei der Familie von dem Bussche von Gut Waghorst, deren Mitglieder auch in der Kirche bestattet sind.
Die Ausstattung der Kirche umfasst wertvolle Zeugnisse der Kunstgeschichte. Unter den bemerkenswerten Objekten befinden sich ein Holzschnitzaltar aus dem frühen 16. Jahrhundert sowie ein Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert. Ergänzt wird die Innenausstattung durch zwölf Apostelfiguren aus der gleichen Epoche und eine Renaissance-Kanzel aus dem späten 16. Jahrhundert. Ein besonderes Stück im kirchlichen Schatz ist eine seltene Bibel in plattdeutscher Sprache, herausgegeben im Jahr 1596. Diese Zeugnisse machen die Kirche zu einem interessanten Ort für Kultur- und Kunsthistoriker.
Die Orgel der Bartholomäuskirche wurde 1969 von der Werkstätte Gustav Steinmann in Vlotho erbaut und verfügt über 18 Register auf zwei Manualen und Pedal. Sie ist mit einer mechanischen Spiel- und Registertraktur ausgestattet und wurde in den Jahren 1999 und 2017 umfassend gereinigt und restauriert. Das Geläut besteht seit dem 17. Jahrhundert und wurde im 20. Jahrhundert durch Glocken des Bochumer Vereins ersetzt. Ein elektrisches Läutewerk sowie ein neuer Glockenstuhl vervollständigen die heutige Glockenanlage.
Die Kirche steht nicht nur für Gottesdienste zur Verfügung, sondern wird auch für private Feiern und Veranstaltungen genutzt. Besucher berichten von einer stimmungsvollen Atmosphäre und einer liebevoll gepflegten Architektur. Die umliegende Landschaft lädt zudem zu einem Spaziergang im Anschluss an den Besuch ein – direkt hinter der Kirche erstreckt sich ein waldiger Bereich, der viel Raum für Ruhe und Natur bietet.