Schloss Amberg
Highlights
- Schloss Amberg in Feldkirch entstand vermutlich 1502 als Geschenk Kaiser Maximilians I. und wurde später habsburgisches Landgut.
- Das 12. Jahrhundert alte Schloss vereint historische Mauerreste der Altenburg mit Renaissance-Architektur und bietet Panoramablick ins Rheintal.
- Seit 2023 wird das Schloss von den Schwestern Julia und Anna Scheyer verwaltet und als kultureller Veranstaltungsort mit Ausstellungen und Events genutzt.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang über einen Lift ermöglicht Besuchern den ungehinderten Zugang zu allen Stockwerken des Schlosses.
- Die Aussicht von den Schlossgeländen reicht bis ins vordere Rheintal und bietet bei klarer Sicht einen Blick bis zum Bodensee und Lindau.
- Die Kombination aus historischen Räumlichkeiten und modernen Veranstaltungen wie Ausstellungen oder Konzerten schafft ein einzigartiges Erlebnis für Kulturinteressierte.
Eigenschaften
Schloss Amberg Feldkirch – Burg & Kulturausflug
Das Schloss Amberg in Feldkirch zählt zu den prächtigsten und historisch bedeutendsten Schlössern im vorderen Rheintal. Mit seiner malerischen Lage auf einem Hügel bietet es einen atemberaubenden Blick über das gesamte Rheintal bis hin zum Bodensee – bei klarem Wetter sogar bis nach Lindau. Eingebettet in die Natur, vereint das Schloss den Charme altertümlicher Architektur mit modernem Flair und schafft so einen einzigartigen Rahmen für Kultur, Events und Entspannung.
Die genauen Ursprünge des Schlosses sind bis heute nicht vollständig geklärt, doch historische Hinweise deuten darauf hin, dass es im 15. Jahrhundert an der Stelle einer älteren Burg, der sogenannten Altenburg, errichtet wurde. 1502 überreichte Kaiser Maximilian I. das Anwesen vermutlich an den Feldkircher Stadtammann Felix Merklin, der es als repräsentativen Bau prägte. Schon bald gelangte das Schloss in den Besitz der Habsburger, die es als landesfürstliche Residenz nutzten. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Nutzung – von verwahrlosten Zeiten bis hin zu einer Phase als Wohnsitz einer schlesischen Handwerksfamilie, deren Tochter, die Schriftstellerin Paula Ludwig, hier geboren wurde.
Erst im 20. Jahrhundert erlebte das Schloss eine Renaissance: 1929 erwarb Baumeister Fidel Scheyer das renovierungsbedürftige Gebäude und verwandelte es schrittweise in ein lebendiges Kulturzentrum. In den 1960er-Jahren wurden moderne Annehmlichkeiten wie fließend warm und kalt Wasser, ein separater Küchenzugang und ein barrierefreier Lift eingebaut. Seitdem dient das Schloss als Ort für Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und gastronomische Events – stets im Einklang mit seiner historischen Substanz.
Heute wird das Schloss Amberg von den Töchtern Julia und Anna Scheyer verwaltet und bietet ein vielseitiges Programm: Von Kunstausstellungen und literarischen Veranstaltungen bis hin zu Weinproben und Firmenfeiern. Das Ambiente aus Natur, Weite und historischer Eleganz macht es zum idealen Rückzugsort für Inspiration, Meetings oder einfach einen Ausflug in die Kultur. Mit seiner zentralen Lage im Dreiländereck und doch abgeschiedenen Atmosphäre bleibt es ein Geheimtipp für Besucher, die mehr als nur eine klassische Burgruine suchen.
Ob als Kulisse für kreative Projekte, als Veranstaltungsort oder als Ort der Stille – Schloss Amberg vereint Tradition und Moderne auf einzigartige Weise. Wer hier weilt, spürt sofort den Zauber eines Ortes, der seit über fünf Jahrhunderten Geschichte lebt und gleichzeitig Raum für neue Ideen bietet. Ein Besuch lohnt sich in jeder Jahreszeit, besonders bei den wechselnden Ausstellungen und Events, die das Schloss zu einem lebendigen Stück Feldkircher Kultur machen.