St. Ulrich
Highlights
- St. Ulrich in Röttenbach wurde 1304 als Kirche unter Dechant Marquardus von Ulrich aus Spalt erbaut.
- Die heutige Kirche entstand 1931/32 im protestantischen Barockstil und ist 27 Meter lang, 12 Meter breit.
- Kirchplatz mit rollstuhlgerechtem Parkplatz; 1949 entstand ein kleines Pfarrhaus nahe dem Altar.
Tipps
- Der barrierefreie Parkplatz ermöglicht rollstuhlgerechtes Anfahren direkt vor der Kirche.
- Die Kirche zeigt architektonische Merkmale des protestantischen Barockstils aus dem 18. Jahrhundert.
- Ein kleines Pfarrhaus aus dem Jahr 1949 befindet sich zwischen Altar und Sakristei der Kirche.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in St. Ulrich Röttenbach
Die katholische Pfarrkirche St. Ulrich in Röttenbach ist ein historisch bedeutsames Sakralbauwerk, das tief in der regionalen Tradition verwurzelt ist. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Röttenbach fällt in das Jahr 1295, doch die Kirche selbst hat eine noch ältere Geschichte. Bereits 1304 wurde unter Dechant Marquardus von Ulrich aus Spalt (Nikolausstift) ein Vorgängerbau errichtet, der vermutlich auf einer älteren Kapelle oder einem heiligen Ort aufbaute. Dieser erste Kirchenbau war Teil der Entwicklung der umliegenden Pfarreien, insbesondere der späteren Stadtpfarrei in Georgensgmünd, die nur wenige Kilometer entfernt liegt.
Der heutige Kirchenbau stammt aus der Zeit des protestantischen Barockstils, auch als „Margrafenstil“ bekannt, und entstand in den Jahren 1757/58. Damals wurde nicht nur die Kirche neu gestaltet, sondern vermutlich auch der Turm umgestaltet, um dem zeitgenössischen Geschmack und den liturgischen Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Architektur dieser Epoche prägt bis heute das Erscheinungsbild von St. Ulrich – ein Zeugnis der künstlerischen und religiösen Strömungen der Region, die auch in Nachbargemeinden wie Mühlstetten nachzuverfolgen sind. Die Kirche war ursprünglich 27 Meter lang, 12 Meter breit und erreichte eine Höhe von 15,50 Metern, während der Turm mit 27 Metern Höhe den Ortskern dominierte.
Die Kirchengemeinde von Röttenbach gehörte ursprünglich zur Pfarrei Schwabach und wurde 1909 in die Expositur Roth eingegliedert. Erst 1910 wurde die Kirche als eigenständige Stadtpfarrei errichtet, was den Status der Gemeinde als religiöses Zentrum unterstrich. Ein kleines Pfarrhaus wurde später, im Jahr 1949, zwischen Altar und Sakristei der Kirche erbaut – ein praktischer Anbau, der die Seelsorge vor Ort weiter stärkte. Die Kirche selbst wurde 1931/32 fertiggestellt und war damit ein zentraler Ort für die katholische Gemeinschaft in der Region, die sich über die Jahrhunderte hinweg an die Bedürfnisse der Gläubigen anpasste.
Mit einer Google-Bewertung von 4,7 Sternen aus über 20 Bewertungen gilt St. Ulrich als beliebter Ort für Besucher und Gläubige gleichermaßen. Die Kirche bietet nicht nur eine ruhige Atmosphäre für Andachten und Gottesdienste, sondern auch einen rollstuhlgerechten Parkplatz, der die Zugänglichkeit für alle sicherstellt. Als Teil der historischen Pfarreienlandschaft zwischen Georgensgmünd und Schwabach verkörpert St. Ulrich die Verbundenheit mit der Region und ihre lebendige kirchliche Tradition – ein Ort, der sowohl spirituelle als auch kulturelle Bedeutung trägt.