Museum

Museumshof Colbitz

Ortstraße 10, 39517 Colbitz

Highlights

  • Der Museumshof Colbitz zeigt seit 1997 historische Landwirtschaft, Hauswirtschaft und bäuerliche Wohnkultur in einem Vierseitenhof aus dem 19. Jahrhundert.
  • Exponate umfassen Findlinge, alte Obstsorten, Handwerksberufe wie Zapfenpflücker und eine der größten Eulen-Ausstellungen Deutschlands mit 150 m² Fläche.
  • Geprägt von der Heideregion: Forstwirtschaft, Jagd, Naturschutz sowie eine Sammlung historischer Fotoapparate ab 1922 zu Johann Heinrich Schulze, geboren in Colbitz.

Tipps

  • Der Museumshof bietet einen rollstuhlgerechten Zugang, sodass Besucher mit eingeschränkter Mobilität die historischen Gebäude und Ausstellungen barrierefrei erkunden können.
  • Auf dem Gelände werden historische landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge aus der Region ausgestellt, die die traditionelle Hofwirtschaft und bäuerliche Kultur veranschaulichen.
  • Ein geologischer Lehrpfad mit über 20 Findlingen der Heideregion ermöglicht Einblicke in die lokale Geologie und die natürlichen Besonderheiten der Umgebung.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Museum Museumshof Colbitz Colbitz

Der Museumshof Colbitz ist ein lebendiges Stück regionaler Geschichte im ältesten Ortsteil des gleichnamigen Dorfes. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1997 als Teil der 800-Jahr-Feier präsentiert das Gehöft als authentischer Vierseitenhof die traditionelle Heideregion in ihrer vollen Vielfalt. Der Hof entwickelte sich über Jahrhunderte zu einem Symbol bäuerlichen Lebens und zeigt heute die historische Landwirtschaft, Haus- und Hofwirtschaft sowie die typische Wohnkultur der Region.

Im Mittelpunkt stehen originale landwirtschaftliche Geräte, die Entwicklung des Hofes bis zum Abschlussbau der Scheune im 19. Jahrhundert. Besonders beeindruckend ist der geologische Lehrpfad mit über 20 Findlingen der Heideregion, die die natürliche Landschaftsgeschichte veranschaulichen. Dazu kommen thematische Bereiche wie der Anbau seltener Obstsorten und Beerensträucher, eine Streuobstwiese sowie der Arten- und Naturschutz – allesamt eng mit dem ländlichen Leben verbunden.

Das Museum bietet zudem spezialisierte Sammlungen zu traditionellen Handwerken wie Fleischer, Zapfenpflücker und Waldarbeitern sowie eine Ausstellung zur Forstwirtschaft und Jagd. Ein besonderes Highlight ist das Brautkleid einer Colbitzerin aus dem Jahr 1886, das Einblicke in die Modegeschichte der Region gibt. Für Fotografie-Interessierte ist die Sammlung alter Kameras ab 1922 ein faszinierender Fundus, inspiriert von Johann Heinrich Schulze – dem in Colbitz geborenen Universalgelehrten, dessen Entdeckungen zur Fotografie grundlegend waren.

Ein einzigartiges Thema nimmt die Dauerausstellung „Eule und Mensch“ ein, die auf rund 150 Quadratmetern das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen Mensch und diesen „Vögeln der Weisheit“ aufzeigt. Mit drei Räumen gehört sie zu den umfassendsten musealen Präsentationen dieses Themas. Der Museumshof Colbitz ist damit nicht nur ein Ort der regionalen Identität, sondern auch ein Ort des Wissens – zugänglich und barrierefrei mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz.

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