Herrensitz Hummelstein
Highlights
- Der Herrensitz Hummelstein in Nürnberg gilt als historische Sehenswürdigkeit.
- Die Anlage verfügte über eine Zwingeranlage mit vier runden Ecktürmen als Streichwehren.
Tipps
- Die alphabetische Auswahlliste der Übersichtskarten erleichtert das Auffinden des Objekts.
- Die historischen Detailkarten bieten eine Orientierung innerhalb des Nürnberger Stadtgebiets.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Herrensitz Hummelstein in Nürnberg
Der Herrensitz Hummelstein in Nürnberg ist eine historische Sehenswürdigkeit, die eine bewegte Bau- und Besitzgeschichte aufweist. Das Objekt ist Teil der vielfältigen Kulturlandschaft aus Burgen und Herrensitzen, die das Nürnberger Landgebiet prägen und in historischen Verzeichnissen sowie Karten dokumentiert sind.
Ein markantes Merkmal der Anlage war die Errichtung einer Zwingeranlage, die mit vier runden Ecktürmen als Streichwehren ausgestattet war. Diese bauliche Maßnahme führte zu rechtlichen Auseinandersetzungen und provozierte eine Klage beim Reichskammergericht, die jedoch vergeblich blieb.
Im Laufe der Zeit erfuhr der Sitz bedeutende Veränderungen. Nachdem eine Ruine zunächst nicht wiederaufgebaut wurde, ersetzte ein neues Gebäude die Reste des ursprünglichen, dreigeschossigen und turmartigen Hauptbaus. Der neue Bau bestand aus einem massiven Erdgeschoss und einem Obergeschoss aus Fachwerk, wobei er nicht exakt an der ursprünglichen Stelle errichtet wurde.
Die weitere Entwicklung des Sitzes war von baulichen Einschränkungen geprägt. Während Erweiterungswünsche vom Waldamt untersagt wurden, setzte die Reichsstadt eine Beschränkung auf eine zweigeschossige Bauweise durch. Dies geschah mit der Begründung, dass das zweite Obergeschoss des Vorgängerbaus lediglich als Geschützboden für vier Kanonen gedient habe. Spätere Vorhaben konzentrierten sich daher auf den Ausbau des Daches sowie die Erneuerung der Stallungen und der Gärtnerwohnung.
Heute gilt der Herrensitz Hummelstein als wichtiges Zeugnis der regionalen Kulturgeschichte. Die Erforschung solcher Baudenkmäler erfolgt heute oft interdisziplinär durch Bauforschung, um detaillierte baugeschichtliche Erkenntnisse zu gewinnen und den Erhalt dieser historischen Bodendenkmäler in der Nürnberger Landschaft zu sichern.