Museum Neues Weimar
Highlights
- 1869 als erster deutscher Museumsbautyp errichtet – heute mit Dauerausstellung zur Kunst der frühen Moderne von der Weimarer Malerschule bis Henry van de Velde.
- Rollstuhlgerechter Zugang, Parkplatz und WC; digitale Audiotouren und interaktive Buchbindungs-Werkstatt in historischer Dorfner-Werkstatt seit 2019.
- Kooperationen mit Schulen zu Weimarer Klassik, Moderne und Demokratiegeschichte; fächerübergreifende Projekte mit digitalen Formaten seit 2010.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt ins Museum.
- Digitale Audioguides ergänzen die Dauerausstellung und bieten vertiefende Informationen zu den ausgestellten Werken der frühen Moderne.
- Im Sockelgeschoss wird das interaktive Angebot ‚Buchbinden vom Blatt zum Buch‘ angeboten, bei dem Besucher eigene handwerkliche Erfahrungen sammeln können.
Eigenschaften
Kunst & Kultur im Museum Neues Weimar entdecken
Das Museum Neues Weimar ist ein zentraler Ort für die Auseinandersetzung mit der Kunst der frühen Moderne in Thüringens kultureller Hauptstadt. Gegründet als Großherzogliches Museum im Jahr 1869, diente es ursprünglich der Präsentation der großherzoglichen Kunstsammlungen und war mit seiner prächtigen Preller-Galerie von Friedrich Preller ein architektonisches Juwel. Nach der Umbenennung zum „Thüringischen Landesmuseum“ in den 1920er Jahren wurde hier später die avantgardistische Kunst der Weimarer Avantgarde gezeigt – ein Zeugnis des kulturellen Aufbruchs der Epoche.
Seit der Wiedereröffnung 2019 präsentiert das Museum eine ständige Ausstellung unter dem Titel *„Van de Velde, Nietzsche und die Moderne um 1900“*, die die spannungsvollen Wechselwirkungen zwischen Kunst, Design und Philosophie der frühen Moderne erkundet. Von Henry van de Veldes kunstgewerblichen Entwürfen – die im Online-Werkverzeichnis systematisch dokumentiert werden – bis zu den Werken der Weimarer Malerschule spannt sich der Bogen. Besonders einprägsam ist die Verbindung zu Friedrich Nietzsches Denken, das die Ausstellung in den Kontext der künstlerischen und gesellschaftlichen Umbrüche stellt. Audiotouren und digitale Zusatzmaterialien vertiefen das Erlebnis für Besucher:innen.
Ein Highlight für alle Altersgruppen ist die interaktive Ausstellung *„Vom Blatt zum Buch“* im Sockelgeschoss. In der historischen Werkstatt des Buchbinders Otto Dorfner, einem der bedeutendsten Handwerker des 20. Jahrhunderts, können Besucher:innen traditionelle Buchbindetechniken ausprobieren. Mit spielerischen Elementen und kurzen Geschichten wird das Handwerk lebendig – von der Auswahl des Papiers bis zur Fertigstellung eines eigenen Miniaturbuchs. Das Angebot richtet sich besonders an Schulen und Familien, die Kultur und Handwerk erlebbar machen möchten.
Das Museum Neues Weimar ist nicht nur ein Ort der Kunstvermittlung, sondern auch ein wichtiger Partner für schulische Bildung. Seit Jahren pflegt die Klassik Stiftung Weimar Kooperationen mit zahlreichen Schulen aus Deutschland und Europa, darunter das Otto-Hahn-Gymnasium Göttingen oder das Grimmelshausen-Gymnasium Offenburg. Die Projekte verbinden Literatur-, Kunst- und Musikgeschichte fächerübergreifend und setzen auf Exkursionen, Lehrerfortbildungen und digitale Formate. So wird Weimar als außerschulischer Lernort für Themen wie Erinnerungskultur, Demokratiegeschichte oder die Weimarer Klassik genutzt – immer mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen.
Mit seinem barrierefreien Zugang, rollstuhlgerechten Parkplatz und sanitären Einrichtungen ist das Museum Neues Weimar inklusiv gestaltet und lädt alle Besucher:innen ein, die Vielfalt der frühen Moderne zu entdecken. Ob als Teil der ModerneCard für kostenlose Besuche in Weimarer Häusern der Moderne oder als eigenständiger Ausflug – das Museum verbindet Tradition mit innovativer Vermittlung und zeigt, wie Kunst Geschichte und Gegenwart verbindet.